Leben eine gefälligere Gestalt ab; aber der gellendeTon eines lärmvollen Gelags, der raube Scherz , dasGeklirr der Wallen und das Jammern geplünderterReisenden rissen sie schnell und gewaltsam aus ihrenTräumen — Der Schlag ihres warmen Busens stock-te , indem die kalte Hand der eisernen Wirklichkeitdarüber hinfuhr. —
Ach! der Jugendtraum einer goldnen Zeit isteine freundliche Täuschung. Sie war noch nie dafür die Menschen , und am wenigsten bei Völkern,die noch im Zustande kindlicher Beschränktheit leben.Auch würden wir diese Beschränktheit schwerlicherkaufen wollen, mit unserm gebildetem Gefühl, mitunsern höhern Ansichten des Lebens, mit unsernKenntnissen und Erfahrungen. Nur der Kleinheitunserer Sitten, der Frivolität unserer Lebensart, demelenden Spiele unwürdiger Leidenschaften möchtenwir entfliehen, und darum schaffen wir uns eine Welteigner Bildungen, und täuschen uns mit schönemSchein, während wir geduldig an der Leine einertraurigen Wirklichkeit hinschlendern.
Diese oft gemachten Bemerkungen drängten sichmir mit neuer Lebhaftigkeit auf, als ich — tief inmich verloren — unter den Ruinen von Hammer-stein weilte. —
Dicht unter Niederhammerstein tritt, noch wilderund furchtbarer, eine zweite Felsenwand hervor,