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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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und die, auf der andern Seite, durch die treue Folg-samkeit , womit sie der Herrschaft des moralischenInstinkts gehorchten, eine gewisse Lauterkeit desGemüths und bei der Kraft ihres Willens einereitzende Einfalt der Sitten sich erhielten, wovonwir wenige Beispiele unter uns haben, weil unsereBildung eigentlich blofse Verfeinerung ist; aber wieeng war denn docli auch der Kreis, worin sichdieses gepriesene Volk der Miltelwelt bewegte, wiebeschränkt waren ihre Ansichten des Lebens. Ihreeanze Kraft wurde nur durch kleinliche I.eidenschaf-ten aufgeregt; es war der Kampf eines regellosenElements, das sich nicht in die Schranken der Ord-nung fügen will: und der Preis aller Mühe ge-wöhnlich nur die Befriedigung eines gemeinen Be-dürfnisses. Die Liebe selbst konnte kein Geinüthveredeln, in welchem sich die unsichtbare Welt nurals eine drohende Erscheinung spiegelte, das dieschöne und erhebende Zuversicht auf sich selbst ent-behrte , und vor ihr als einem Verbrechen zitterninufste!

Oft safs vielleicht dort, am eingesunkenen Fen-stergesimse , ein holdes Mädchen, und blickte hinabin die grofse Landschaft, und hinauf zum unendli-chen Himmel, und die Ahndung eines SchonernDaseyns erfüllte ihr Geinüth mit einem freudigenSeimen ihre bewegliche Fantasie gewann deinAns. ä. Rh. 3. Heft. %