66--------------
aus dem Hause Schönborn erbauen liefs. Eine vier-fache Reihe von Pappelweiden lenkt von der Strafscnach Andernach auf das Scldofs ein , und zeigt das-selbe in einer angenehmen Perspective. Die Vege-tation ist üppig , obgleich der Boden weit umher ausLava besteht.
Das SchloTs ist modern und geschmackvoll, undhat einen geräumigen V'Orhof, den ein — durch vierPavillons unterbrochenes Gitter schliefst. An einenmit Marmor und Stuck reich verzierten Saal reihensich zu beiden Seilen die Zimmer des Hauptgeschos-ses. Einige derselben waren sonst mit vorzüglichenGemälden, Thierstücken von Hondekotter, U.s. w. bihangen, und die Supports, von G. Mans-kirsch gemalt, stellten die kurfürstlichen Schlössermit ihren reitzenden Umgebungen dar. Hinter demSchlosse ist ein kleines in Alleen eingetheili.es Ge-hölze angelegt. Schade nur, dafs die Gegend zuflach ist, und dem Auge nirgendshin eine weite Aus-sicht gestattet.
Zwo Stunden von Coblenz liegt das Schlots Kär-lich, der gewöhnliche Sonnneraufenthalt des letztenKurfürsten. Eine von Wallnufsbäumen beschatteteKunststrafse Führt dahin. Es wurde unter Erzbi-schof Johann von Baden aufgeführt, und liegt amHange eines sich sanft erhebenden Waldbergs , ineiner angenehmen Gegend, wo eine weile, frucht-