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erhöhen den mannigfachen Reite des Ganzen. Auchsind hier und da neuere Wohnungen aufgebaut, undgeben der Landschaft mehr Leben.
Wenn man sich ober Goarshausen oder unterdiesem Orte, bei dem Haselbach in die Gebirgthä-ler verlieh, so trift man auf neue anmuthige Stellen,und dichterische Ansichten. Bald stützt ein Wasser-fall von der bebuschten Hohe, und setzt das Radeiner einsamen Mühle in Bewegung, bald verliertsich der Fufssteig zwischen Felsen, an denen wildesGesträuch herabgrünt. Hier und da schwirren Vö-gel aus den Hecken auf, oder man hört den Toneiner fernen Glocke, oder eine kunstlose Melodie,welche die ländliche Arbeit kürzt.
Unstreitig ist die Gegend um St. Goar eine derschönsten des Fiheinstroms, und wer Sinn für dasGrofse und Feierliche bat, wird sie der um Bingennoch vorziehen. Am schönsten nimmt sie sich ausim Abendlichte, wenn der Tag allmälig hinschwin-det , und leichte Nebelstreilen aus den Thälem auf-steigen , die sich bald, in mancherlei sonderbarenGestalten, an den Häuptern der Berge festhängen.Allmälig verdunkeln sich in der Tiefe die Ufer, undfliefsen mit den Bergrücken in grofse Massen zusam-men , die Mitteltöne verschwinden, nur die Abend-seite der höchsten Gipfel schimmert noch im röthli-chen Glänze. Ernstes Schweigen, senkt sich auf die'
Ans. i. Uli. 2. Heft. 3