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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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getrieben, und dadurch das GediichLnifs einer rüh-renden Handlung entweiht.

St. Goar gegenüber liegt an einer kleinen Bucht,die der Rhein da bildet, St. Goarsliausen, mit allen,meist von Fischern bewohnten Häusern, gothischenMauern und einem Bergschlosse, die Katze genannt.Dies alles macht einen sonderbaren Abstich mit demmodernen St. Goar, und man glaubt sich in zweiweit von einander entfernte Jahrhunderte versetzt.Hier Eleganz und Verfeinerung und das ganze bunteund frische Kolorit des gegenwärtigen gesellschaftli-chen Lebens dort das Kostüm und die Sitten desMittelalters einlache, rohe Menschen, enge dun-kele Wohnungen, und Thürme und Schiefsscharten.

Unter St. Goarsl auson wird das Ufer breiter, undtritt, wie eine Halbinsel, in den Rhein hervor. Diesefreundliche Landspitze macht hier, bei dem Grofsenund Kühnen der übrigen Gegend, eine gar angeneh-me Wirkung.

Ein Teppich von blumichten Wiesen breitet sichüber den Boden hin, im lieblichen Gemisch mit la-chenden Gärten. Von den höhen Bäumen träufelterquickende Kühle auf die sich amriuthig windendenPfade, und das überhangende Gebüsch wölbt sichzu natürlichen Lauben, die den Lustwandler zur Buheeinladen. Die verschiednen Holzarten , die sichmit abwechselnden Lanbmassen am Ufer hinreihen,