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DER RHEINWEIN.
Die Fahrt durch den herrlichen Rheingau ist mitLorich geendigt, und es kann dem Leser nicht un-angenehm seyn, einige nähere Nachrichten über dasköstlichste Erzeugnifs dieser Gegenden — den Rhein-wein, zu erhalten.
Der stärkere Wein, den der Rheingau hervor-bringt, wächst nicht mehr jenseits des Schlundesvon Bingen. Der Strom hat bis dahin seine Rich-tung von Morgen gegen Abend, und diefs giebt denRebhügeln die Lage gegen den Mittagsstrahl derSonne. Auch trägt die Gestalt des östlichen Ge-bürgs , das auf seiner Oberfläche beinahe ganz ebenist, vieles zur vorzüglichen Wärme dieses von derNatur so begünstigten Thaies bei. Die Winde vonNorden und Osten stürzen sich nicht geradezu überden Rand jener erhabnen Fläche hinab, sondern.äufsern ihre der Vegetation nachtheilige Kraft erstauf der entgegengesetzten Seite des Flusses, die auchgröfstentheils unfruchtbar und öde ist; das Thal un-mittelbar unter dem Berge berühren sie kaum.
Der Rheingau wird, in Rücksicht des Weinbaus,in die obere und untere Gemarkung einge-