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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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wand empor, unter dem Nahmen der Teufelslei-ter, die ein junger Wagehals hinauf geritten seyrisoll. Überall ketten sich hier abentheuerliche Sagenan das Wunderbare der Natur.

Hinter Lorich bildet sich ein wildes Felsenthal,durch welches die Wisper, ein kühler Waldbach,melancholisch hinmurmelt. Da herrschen Finsternilsund Trauer in den ewigen Schalten des alten Forsts,gethiiniite Felsen drohen auf den Waller zu stürzen,und nur hier und da zittert ein Sonnenstrahl durchdie bewegten Zweige , und spielt am moosigtenStamm herab, und verschwindet wieder. Mituntervernimmt man ein Gestöhnc, wie der Geist derWüste seufzt an den Ufern des Meschasebe.

Hier und da trifft man auf eine Hütte, die sichsorglos an die gespaltene Granitwand lehnt, undglaubt beim Anblick ihrer blassen, dürftigen Bewoh-ner , die Natur habe hier einige ihrer Kinder ver-gessen.

Dieses Thal hatte Salvator Rosa sehen und mah-len müssen. Zur Staffage würde er eine Riiuberfa-milio gewählt haben, oder einen alten Einsiedler,dessen Geräthe ein hölzerner Becher und dessenBetrachtungsbuch ein Todtenschädel ist.