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der Brücke über die Nahe und verschiednen Ruinenist nichts mehr von römischer Art und Kunst liierzu sehen. Einige Plätze haben noch ihre römischenNamen. Die Stadt ist eng und finster, aber belebtdurch Handel und Gewerbfleis.
Über Bingen schweben, auf einer mit Weinrebenangebauten Bergspitze, die verödeten Mauern desSchlosses Klopp, dessen Geschichte verloschenist, und jenseits der Mähe erheben sich aus demwilden Gebüsch der Felsenkuppe die Ruinen desKlosters Rupertsberg, und tiefer laufen ringsumnoch höhere Bergwände, und machen eine schauer-liche Wildnifs , deren Schluchten vom Rauschen desRheins, und der Nahe wiederhallen.
Der Rupertsberg ist zum Sitz klösterlicherSchwermuth gemacht, und unwillkührlich sagt 1 ichbeim Herumwandeln die ersten Verse aus HeloisensBrief an Abälard her — ,
hi dieser tiefen Einsamkeit, in diesemSchwermuth'gen Aufenthalt, wo die BetrachtungVertieft in himmlische Gedanken wohnt!
Die fromme Gräfin Hildegard von Sponbeimstiftete hn Jahr 1148 das Kloster, und schrieb hierihre Prophezeiungen, so wie, später, Bartholo-mäus Holz hausen seine Visionen. Die gothi-schen Kapellen und Kreuzgänge liegen luahlerisch
Ans. A. Rh. 1. Heft. ■ 8