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Der Hof war glänzend , und wurde in seiherPrachtliebe durch einen zahlreichen und vermögen-den Adel tmierstützt. Man hat diese Seite zu bit-tern Vorwürfen gegen den letzten Regenten benutzt,ohne bedenken zu wollen, dafs der Aufwand, derhauptsächlich im Bauen und in Hoffesten bestand,meist in die Hände der arbeitenden und gewerbsainenKlasse sich vertheilte, dafs so viele gemeinnützigeAnstalten, wie die Abschaffung des Betteins durchErrichtung eines Armen- und Arbeitshauses, die Stif-tung einer Niederkunfisanstalt, die glänzende Aus-stattung der Universität und der öffentlichen Bi-bliothek , die Verbesserung der Volksschulen , jadafs selbst das treffliche Theater und die glänzendeHolkapelle zunächst auf den Vortheil und zugleichmit auf das Vergnügen des gesammten Publikumsberechnet waren. Der Churfürst liefs junge Gelehrteund Künstler reisen, und der Adel folgte häufig die-sem rühmlichen Bcyspiele. Selbst seine kostbarePrivaibibliothek stand denen ollen, die sie benützenwollten, und sein Bruder hatte seine Kupferstich-sainmlung — eine der erlesensten, und reichsten, dieje ein Privatmann zusammenbrachte, der Universitätals Legat zugedacht, und wird sie nun der Schule,in Aschaffenburg hinterlassen.
In Mainz herrschte eine Freiheit der Meinungen,von welcher man in unsern Tagen bald nirgends