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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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VERGANGENHEIT UND GEGENWART.

lim Mainz trägt noch alles die Spuren eines lan-gen und schrecklichen Kampfes. Jede Anhöhe warein Schlachtfeld, jede Erdscholle ist ein Grabhügel.Verschwunden ist die herrliche Rheinallee, die vonMainz bis Mombach führte, wo sich an den Morgenund Abenden das schöne Jahr hindurch die gesel-ligen Einwohner der gebildelern Stände sammelten,und im fröhlichen Leben der Mühen des Tags ver-gafsen. Am Ende der Allee, auf dem sogenanntenSande, hatten mehrere Adeliche kleine Lusthäuserund Gärten angelegt, und das ganze bildete ein reit-zendes englisches Dörfchen, wie durch dichterischeBegeisterung hervorgerufen, zum zwanglosen Genüsse,der dankbar nimmt, was die Stunde giebt, und esnicht der Mühe werth achtet, die Hand nach demauszustrecken, was schon im Entfliehen begriffen ist.Nahe dabei prangte ein herrlicher Wald von Kirsch-bäumen , die im Frühlinge mit ihren schimmerndenund duftenden Blüten die ganze Gegend durchwürtz-ten. Von dein Allen ist keine Spur mehr vorhanden.

Vor dem Weissenauer Thore lag das Churfürst-