Dukaten belaufen würde. Denselben Preis nimmtman auch für die bessern Lagen um Johannesbergund Rüdesheim an. Dahingegen trägt dieser vor-mals Domdechantische Weinberg auch, im Durch-schnitte, jährlich sechs Stück-Fässer Weins, undein Stück - Fafs — sieben und eine- halbe Ohm —wurde schon oft von der Kelter um zwölfhundertGulden und darüber verkauft.
Die Hochheimer Blume verdankt ihre Vorzügetheils der Lage des Weinbergs, welcher den ganzenTag über der Sonne geniefst, und den Mauern, durchwelche der Stock gegen die Nordwinde geschütztist, tbeils der düngenden Bewässerung eines aus derStadt dahin abgeleiteten Bachs, und dann auch derausgezeichneten Sorgfalt in Rücksicht des Anbaus.Die Stöcke sind in regelmäfsigen Reihen und inzweckmäfsiger Entfernung — einer von dem andern— gepflanzt. Gemüse und Obstbäume, die dasMark der übrigen Weinberge aussaugen, werdenhier nicht geduldet. Der Berg ist mit hölzernenRöhren unterlegt, und dadurch wird die überflüssigeFeuchtigkeit in nassen Jahren abgeleitet. Die Un-terlage des Bodens besteht aus Kohlenschichten, diemit Thon und Mergel bedeckt sind , und auf diesenhat der Kunstfleifs des Menschen dem Weinstockesein üppiges Beet bereitet.
Von Hochheim herab bis Kassel geht die