nem westlichen Thore nach Mainz hin breitet sicheine reiche und schöne Landschaft aus. An demgelben Maine hinab ziehen sich köstliche Weinhügel— jenseits dieses Flusses dehnt sich das Darmstädti-sche Gebiet, gleich einem fruchtbaren Garten, biszum dunkeln Melibokus hin; — unten, bei Kost-heim , eilt die schüchterne Nymfe des Mains denUmarmungen des mächtigen Rbeingottcs zögernd ent-gegen. Gegenüber liegt Mainz mit seinen zahlrei-chen Thürmen, und aufwärts von da ziehen sich dierebenreichen Höhen von Weissenau, Laubenheim,Nierstein und Oppenheim. Aus unendlicher Ferneher blinkt der Rhein im Sonnenschinmier, als stürzt 1er aus den Wolken des Himmels, und strömt denblauen Bergen des Rheingaues zu, welche das Ge-müth des Wanderers wunderbar anziehen.
Der Wein um Hochheim gehört schon zu denvorzüglichsten des Rheins, und steht an Geist undWürze kaum dem Johannesberger nach. Den Ertragsämmtlicher Rebhügel um Hochheim kann man —ein Jahr um das andere — auf zweihundert Stück-Fässer berechnen. Die Blume dieses Weins wächstauf einem — sonst dem jedesmaligen Mainzer Doin-dechant gehörigen — Hügel von ohngel'ähr achtMorgen. Jeder Morgen trägt vier tausend Stücke,und jeder Stock wird auf einen Dukaten geschätzt,so dafs der Preis eines Morgens sich auf viertausend