bendig außgebildet / das schwerlich etwas anzutreffen / welchesdiesem Wercke in Kunst gleichet oder vorgehet.Die Kupfferne Thiere mit ihren natürlichen farben sindso wohl gemacht / daß sie in ihrer Wirckung es selbsten zu-seyn scheinen, allermassen das Wasser, welches sie außwerf-fen / einiger massen die Sprach außdrückt / so ihnen durch dieFabel zugeeignet wird.Die verschiedene Gestalt eines jedes Brunnens machet eben-falls eine sehr angenehme Veränderung / und die gläntzendefarben der frembden Schalen (oder Schulpen) neben den auß-gelesenen feinsten Brocken der Felssen / damit alle Wasser-Becken geziehret sind / mengen sich so lieblich mit den gesloch-tenen grünen Zweigen / daß man sich zum höchsten über die Men-ge der Brunnen zu verwundern hat. Selbst die Anschau-er erstarren gleichsam über der absonderlichen Erfindung undnackenden Außbildung ihrer Vorstellung / dann auch über derZierlichkeit der Thiere / mit denen sie vergesellschafft / und demüberfluß des Wassers / das sie außwerffen.Man hat dienlich erachtet / eine genaue Beschreibungvon jedem Brunnen absonderlich zu thun, damit dieselbe beyden davon gemachten und zum Druck beforderten Abrisse ge-fügt werden möchte. Auch wird man (zur Darthuung) wietreulich eine jede Fabel vorgestellet ist) folgentlich in der Or-dnung eine Kurtze Erzehlung der Fabel / und Beschreibung desStandes und Beschaffenheit der Brunnen finden.Im Eingang siehet man zwey Kupfferne nach dem Lebenmit farben angestrichene Bilder auff zweyen Pfeilern von Broc-ken der Felssen. Eines zur rechten bezeichnet den Gott derLiebe / das andere Æsopum. Dieser hat ein zusammen gerel-letes Papier in der Hand, und weiset auff die Liebe, wel-che ein Kläuel Garn in ihrer Hand feste hält / damit anzu-den-
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