Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
586
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886 MH. Nr. 1862.

Ecken stehenden Buchstaben sind wieder Hermann Tom Ring Mona-steriensis HiWi zu lesen. Der Hauptmeister der neueren westphäli-scheu Schule ist Lutger tom Ring, IV. No. 1232.

1862. Martin Heemskerk, mit seinem Familiennamen van Veen,y, »- <^^v geb. zu Heemskerk 1498, gest. 1374, ist durch

II \\]\ e ' ne Unzulil von Kupferstichen nach seinen

J- J- i \^ __ / *- Gemälden und Zeichnungen bekannt, man findet

AJ TLJ ■ ~\T 1 ft her lll Gullcricn und Kirchen auch noch fte-

iu, \v\vth-, |V|: I )1/(t .. m älde von ihm. In seiner früheren Zeit folgteer noch mit Glück der alterthflmlich.cn Richtung, und die Bilder dieserArt sind den späteren kalt manierirten Gemahlen im italienischen Styleweit vorzuziehen. Gemälde mit dem Monogramme kennen wir nicht,man findet es aher auf Kupferstichen und Holzschnitten, sowie aufZeichnungen. Der Mürgermeister S. van Hnls im Haag hesass 648Kupferstiche nach Heemskerk, Le Comte brachte dio Zahl auf SSO.Hieronymus Cock veranstaltete in der Mitte des 16. Jahrhunderts eineAusgabe von 1(10 Blättern mit biblischen Vorstellungen. Später kamein monumentales Titelblatt mit dem Bildnisse des Künstlers von Ph.Galle zur Sammlung: Inventiones Heemskerkianae ex ulroque Testa-mente. Es wurden aber auch Zeichnungen mit mythologischen, alle-gorischen und historischen Darstellungen gestochen. Unter letzterensind: Divi Caroli V. Imp. Opl. Max. Virtoriae. 12 Blätter von Dirkvan Cucrcnhert. Antverpiae, H. Cock 1900, qu. fol. Eine spätereAusgabe erschien unter dem Titel: Les Victoires de Charles V.,graties par Maarlen Heemskerk, et recueilliez par le Sr. FrossartKWI, fol. Die Blätter sind nicht von Heemskerk selbst, sondernjedenfalls von Cuerenhert oder Coorenhaert.

Auf mehreren Blättern kommt statt des Namens das Monogrammvor. Wir finden es auf solchen der bekannten Folge, des Lebens Jesuin 16 reichen Compositionen vom Einzug zu Jerusalem bis zu denJüngern in Emaus, fol. Man schreibt diese Blätter dem Heemskerkselbst zu, es sind aber die wenigsten von ihm geätzt, sondern vonCoorenhaert und anderen gleichzeitigen Meistern. Auf solchen Blät-tern ist dem Monogramm die Sylbc in. beigefügt. Diess ist auch mitDarstellungen aus dem alten Testament der Fall. Auf ein paar Blät-tern der Folge des Hiob von Coorenhaert steht, M. Inu. Das Mono-gramm des letzteren s. II. No. 1428. Auf Blättern der fieschichtedes Job besteht aber das Monogramm auch deutlich aus M H.

Die beiden ersten Zeichen findet man auf Holzschnitten mit derGeschichte des Tobias, in einer Folge von fünf Blättern. Jenes mitdem ersten Zeichen stellt den Engel vor, wie er vor der Familie desTobias verschwindet. II 8 Z. 10 L. Br. 7 Z. Das Zeichen auf denübrigen Blättern ist bald grösser, bald kleiner. Die genannten Holz-schnitte, welche ihrer geistreichen Behandlung wegen dem Heemskerkselbst zugeschrieben werden, stellen die Erblindung des alten Tobias,den jungen Tobias, wie er den lisch aus dem Wasser zieht, den Ab-schied des Tobias, die Heilung des Tobias, und die Versehwindtingdes Engels vor. Ein anderer, ebenso meisterhafter Holzschnitt zeigtden verlornen Sohn unter den Dirnen, fol.

Das dritte Zeichen, und dann dasselbe auch in Verbindung mit Kfindet man auf Holzschnitten von Corncl van Sichern in : Biblia sarra, dal

is de geheele heyligeSihrifture ------. tM9, 1 «57, fol. Das Zeichen

des Cornel van Sichern ist II. No. 803 gegeben, und da ist auch dieBibel näher beschrieben. Das ausführlichste Verzeichniss der Blätter