M G - M H. Nr. 1836-1861. 585
19) Das Titelblatt zu C Baronius: Annales Ecclesiastici. Romae,HIPographia Vaticana Jtan, fol. Zn den Seiten der architektonischen^intassung sind die Standbilder der Apostel Petrus und Paulus. Zwi-schen beiden sitzt unter der Titelschrilt die allegorische Figur derKirche mit Kreuz und Tiara vom hl. Geiste überstrahlt. Ihre Feindesind gefesselt Oben tragen zwei Engel das Bild der hl. Jungfrau mit"ein Kinde. Dieses Blatt ist M G. F. 15HO gezeichnet.
1856. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hälfte des/\/L 16. Jahrhunderts thätig war. Man findet Hilder mit diesem
(VV Zeichen, welche vielleicht von Mathias Gcrung herrühren.\__> Dieser Meister stammt aus Nördlingen, lebte aber in Lau-] ngen, und somit würde sich das Monogramm erklären. Ucber M.Gerunct haben wir No. 1824 gehandelt.
1857. Magister Livoniae bedeuten diese Buchstaben auf Liv-M. G I V la " (liscnen Münzen von 1533-1349. Vgl. Schlickeysen,
J ' Abkürzungen auf Münzen &c.
1858. Mariano Giaquinto Sepnlveda, Stempelschneider, wurdeM. G S '^"" " ll ( ' nr Münze '" Madrid angestellt, und erwarb sich
' als Künstler Ruf. Nach Schlickeysen zeichnete er M. G. S.
1859. Martin Gerard Tetar van Elven, Architekt und Zeichner'geb. zu Amsterdam den 20. Jänner 1803, leitetein der genannten Stadt mehrere Rauten, sowieihn auch die Regierung bei wichtigen Unter-nehmungen berief. Im Jahre 1831 coneurrirte
*J" mit einem Plane zum Ausstellungspalast in London. Tetar van•k'ven fertigte viele architektonische Zeichnungen, auf welchen die ge-gebene Namenscbiffre vorkommt. Er ist Direktor der Hauschule antte r königlichen Akademie der bildenden Künste in Amsterdam, undseit 18()0 Ritter des Ordens vom niederländischen Löwen. Sein VaterHci, ri Louis Tetar von Elven führte die Stenographie in einer Gouver-nements, cnu i 0 ein
1860. Unbekannter Kupfersteoher oder Goldschmied, welcherV s in der ersten Hallte des 17. Jahrhunderts tbätig
-"M'GT- FECI war - M'in findet ein in Kupfer gestochenes Blätt-T chen, in dessen Mitte Orpheus mit der Geige in?j n er Landschaft sitzt. Er ist von Thieren umgehen, welche, wie dieHauptfig Ur , in gleich starken Umrissen ungelenk gestochen sind. Das" V &1 mit dem Bilde umgibt ein Rahmen mit Arabesken, Aden undbrachen, welche auf Schnörkeln sitzen, oder auf anderen Ornamentenrohen. Diese Thiere, das Laubwerk, die Zweige &c. sind gut gezeichnetu "d mit grosser Sicherheit gestochen. Unten zwischen den Verzier-Ul, gen sind obige Buchstaben vertheilt. IL 2 Z. 4 L. Hr. 1 Z. 10 L.Den Verfertiger dieses Blattes können wir nicht errathen. Von■Marcus Grundier kann es nicht herrühren. Dieser bediente sieb einesaus M £_ bestehenden Monogramms Marcus Geerarts oder GerardusKönnte eher eintreten. Wir haben über diesen Meister unter dem Mo-nogramm MAG No. 1S71 gehandelt.
"1- Hermann tom Ring, Historienmaler von Münster, der Sohn
des Ludger, ist 111. No. 1277 eingeführt, und wir haben
auf das Monogramm bereits aufmerksam gemacht. In
^ Westphalen findet man noch Gemälde von ihm, und es
' wird auch ein solches mit dem gegebenen Monogramm
vorkommen. Das Zeichen enthält den Namen des Mei-
Ia sters doppelt. Es ist HM zn lesen, und in der Mitte
1 *■ deutet der Ring den Geschlechtsnamen an. Die an den