M. Nr. 1452-14BS. 488
1452. Maures hciast ein Formschneider, welcher zu Anfang desT\yr 18. Jahrhunderts in Nürnberg tliätig war. Kr arbeitete mit
-L • Elias Porzel an den Stöcken zu folgendem Werke: CurioserSpiegel. In welchem der allgemeine Lauff dess ganzen mensch-lichen Lehens —. Zu finden in der Joh. And. En'dlrrschen Hand-lung. Mit 40 Holzschnitten. Ein anderer Holzschnitt mit dem Buch-staben M stellt den Sturz des Saulus vor. Er hält auf dem Bodenden Zaum des Pferdes. Links bemerkt man zwei Soldaten, wovonder eine die Lanze trägt. Oben zeigt sich eine himmlische Glorie.Links unten M. II. 2 Z. 9 L. Br. 3 Z. 1 L.
Wir finden auch Ilolzvigncttcn in Druckwerken um 1726, welche.vielleicht nicht mehr von Maures herrühren. Sie stellen Kinder mitLaubwerk vor.
1453. Unbekannter Maler, welcher gegen Ende des Li. Jahr-hunderts in München gelebt haben dürfte. In derk. Gallerie zu Schieissheim ist einfiemiUdc auf Gold-grund, welches Christus zwischen Maria und Johannes
7\ Kl | J 0 lh> A vorstc " t ; w ' e cr Beine Wunden zeigt, in Kniestück.er * Oben sind drei weinende Engel, und unten zweikleine betende Figuren. II. 4 F. 2 Z. Br. 3 F. 6V 4 Z. Im Catalogevon G. v. Dillis 1831 wird dieses Bild No. 37 dem Israel van Meckenenzugeschrieben. Dieser Meister tritt aber als Kupferstecher aus derReihe der Maler, und somit bleibt nur ein unbekannter Meister.
In der Zeit von 1407 und noch zu Anfang des 16. Jahrhundertslebte in München ein Maler Michael, welcher im Zunftregister immera |s „Michl der Maler" vorkommt. Wir halten das Gemälde für einWerk aus der alten Münchner Schule.
1454. Unbekannter Buchdrucker, welcher um 1 i»20 thätig war.Es handelt sich um die Holztitclvignetto zu:Fh. Melanchtonis: Die haubtarlikel vnd für-nemslen punclen der ganlzen heiligen schriffl(092, 4. Der Schild ist an einen Baumstammgebunden, und wird von einem Geharnischten undeiner Frau mit hoher Haube gehalten. Letzterereicht dem Ritter eine Blume. Der Buchstabe Mkann den Buchdrucker andeuten, dessen Nameaber nicht genannt ist. Auf Mclanchthon wirdsich das Signet weniger beziehen, da es nichtgebräuchlich ist, den nicht zeichnenden Autorauf solche Weise anzudeuten.
H55. Mathys van der Goes, Buchdrucker zu Antwerpen um1482—1487, bediente sich in Druckwerken des gegebenenZeichens. Die in Holz geschnittene Vignette stellt einen wildenMann mit geschwungener Keule dar, wie cr ein Wappenschildmit dem aufsteigenden Löwen hält. Zwischen seinen Füssen„1 I 8 e gehene Zeichen. Diese Vignette findet man im Thesaurus'»j esb ylerowm, und in den Sermones quatuor novissimorum, welcheein V <= i Goos W87 u ™ c ' tte > *• r> as letztere Buch hat ausserdem nochstellt ", USBblatt ■» Holzschnitt, welches ein Schiff auf dem Meere dar-Fah ? esscn E*l»n« rechts dasselbe Zeichen enthält. Eine andereStaU° C ' cn österreichischen Adler, eine dritte die Ansicht einer
aQt , und eine vierte das gothische Zahlzeichen 7.