4S4 M. Nr. 14S0-14S1.
H. 12 Z. 6 L. Br. 17 Z. 7 L. MATHEVS F. steht auch auf einemHolzschnitte mit der Geisslung Christi. Durchmesser 9 Z. Ein anderesBlatt mit diesem Namen stellt die Diana mit ihren Nymphen im Bade,und die Strafe des Aktäon vor. Dieses Helldunkel hat auch die sonder-bare Aufschrift: LVIKES. PEN. D. R. ANNA INVENTUR. Matheuflhatte eine Tochter Namens Anna, auf diese passt aber das Wortfntenlor nicht, wenn die Zeichnung von Luca I'cnni ist. 11. 12 Z.0 L. Br. 10 Z. 4 L. ?
Aus diesen Blättern ersehen wir, dass Georg Matheus in Italiengelebt haben muss. Nun schreibt ihm aber R. Weigel, K.-K. No. 18,120,ein Blatt in Schwarzdruck zu, welches ein Dromedar in felsiger Land-schaft vorstellt. Unten steht: Dromadeur faict apris le naturela Lion par George Mathieu, qu. fol. Ist min diesen- (!. MathieuEino Person mit dem Augsburger Jörg Matheis oder Matheus V Nachanderen Angaben soll G. Mathieu von Lyon im 17. Jahrhundert gelebt,und Blätter mit verschiedenen Thieren hinterlassen habin.
Das im Künstler-Lexicon fehlende Blatt mit dem Buchstaben Mist in Helldunkel von zwei Platten gedruckt, und wird von BartschXII. p. :t7 No. 12 beschrieben. Es stellt angeblich Martha und Magd*lena vor, wie sie die Stufen zum Tempel hinansteigen, wo sie Christusempfängt. Er sitzt zwischen zwei Säulen an der Pforte umgeben vonseinen Jüngern, die sich an der Treppe reihen. In der Mitte untensticht der Buchstabe M weiss ab. II. !) Z. Br. 18 /,.
Dieser Holzschnitt ist nach dem Stiche des Marc Anton gefertigt,welchem eine Zeichnung von Rafael vorlag. Mit der Benennung desBlattes ist man nicht einig. Vasari erkannte darin die hl Jungfrau,wie sie zum Tempel geht, und wir möchten ihm nicht Unrecht geben,weil Christus freundlich die Hand entgegenreicht. Marolles betiteltdas Blatt: La Vierge ä V escalier. Peter Kemy, der Verfasser desCatalog Crozat, nimmt ebenfalls die hl. Jungfrau au, gibt ihr abersicher irrig die hl. Elisabeth zur Begleiterin. Der Kunsthändler J. J.Rossi betitelt den Kupferstich, wie Eingangs gesagt, er hat aber fürMartha und Magdalena ebenfalls keinen Beweis. Bartsch schöpfte fürden Holzschnitt die Benennung: Notre-Dame de Vesralier, und diehl. Jungfrau kann man sicher annehmen.
1450. Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten HälfteK/i des 10. Jahrhunderts thätig war. Frcnzcl nennt im Catalog
/ / Sternberg II. No. 1221 einen Holzschnitt mit Christus hei derHochzeit zu Cana. Nach seiner Angabe steht das Monogramm links,qu. 8. Frenzel verweist auf den neunten Band des Pelntre-graveurp. 78, und scheint daher das Blatt dem Martin Treu zuzuschreiben.Das Monogramm dieses Meisters besteht indessen aus MT. frenzelist leider mit seinen Zeichen oft leichtsinnig verfahren, und es scheintda auch der Fall zu seyn.
1451. Marc Anton Raimondi, der berühmte Kupferstecher, welcherTl7f unten noch öfter auftritt, zeichnete ntii solche Weise mir einm - einziges Blatt, welches die hl. Anna vorstellt, wie sie links
sitzend im Begriffe steht, das Jesuskind in ihre Arme, zu nehmen.Letzteres hält Maria rechts stehend auf ihren Knieen. Links untenam Pfeiler steht der Buchstabe M. II. :! /. 1 L. Br. I '/,. II L.Bartsch XIV. p. 143 No. 172 beschreibt dieses Blatt, und sagt, dassdie Copie mit der Gruppe auf weissem Grunde ohne Zeichen sei.