486 M. Nr. 14S6-14S8.
Man zählt einen Mathias van der Goes zu den um 1472 in Ant-werpen lebenden Malern, im Verzeichnisse der Bruderschaft des hl.Lukas daselbst kommt er aber unsers Wissens nicht vor. Graf Leonde Laborde nennt jedoch in : Les Ducs de Bourgogne I. XC. einenum 1472 lebenden Maler Mathias van der Goes, welchen er von demBuchdrucker dieses Namens p. CI. unterscheidet. Die Zeichnungenzu den erwähnten Holzschnitten kann aber auch der Buchdrucker ge-fertigt haben, und wenn sich, wie wahrscheinlich, dieses so verhält,war er in der Zeichenkunst sogar wohl erfahren. Man findet auch seinBildniss im Holzschnitt.
Der Maler M. van der Goes soll der Bruder des Hugo van der Goesgewesen seyn. Man kennt aber kein Werk von seiner Hand.
1456. Herman Müller oder Andreas Meyer soll nach Marolles
Ader Träger dieses Zeichens seyn, der genannte Schriftstellersagt aber nicht, ob er es auf Kupferstichen oder Holzschnittengefunden habe. Von Andreas Meyer dürfte keine Rede seyn,indem sich dieser Künstler eines aus M A bestehenden Monogrammsbediente, und wenn wir den Herman Muller festhalten, so handelt essich nicht um den Kupferstecher, sondern um den Formschneiderdieses Namens. Er gab um lSäO folgendes Werk heraus: Die Passieans Heere Jhesu Christi, alsoo Nyrodemus ende die vier Evan-gelisten ons beschryven. Am Ende: Ghedruckt tot Amsterdam, aendie oude side, in die Warmoeslraet by my Harman Janszoon MullerFiguersschnyder, in den vergulden Passer, kl. 8. Dieses mit gothi-schen Lettern gedruckte Buch enthält 99 Holzschnitte.
1457. Stolzen nennt Christ den Träger des ersten Zeichens mit> K. der Bemerkung, dass es auf Kupferstichen vorkomme.
) | ^ > K Florent lc Comte nimmt einen Stolzius an, und Malpe
~prpT ata mac ht aus beiden den Veit Stoss. Ucber letzteren/] \ haben wir unter f S No. 2493 gehandelt, auf keinemX I X.,1 I \ Blatte kommt aber eines der gegebenen Zeichen vor.Der Buchstabe M lässt sich auf ihn auch gar nicht deuten. Es istüberhaupt unsers Wissens noch kein Blatt gefunden worden, auf wel-chem ein solches Zeichen vorkommt. Wäre dieses der Fall, so könnteman den Namen Stoss allenfalls festhalten. Der alte Veit Stoss hattedrei Söhne, welche in Krakau lebten: Stanislaus (Stenzcl), Mateuszund Martin. Alle drei waren Künstler.
1458. Jean Moni soll sich nach Papillon dieses Zeichens aufa Holzschnitten bedient haben. Nach der Angabe dieses Schrift-ijfc stellers hat .T. Moni die biblischen Figuren des Petit Bernard
KpT copirt, es kommt aber auf keinem Blatte das gegebene Zeichen-L ■»■ vor. Es handelt sich wahrscheinlich nur um ein Buchdrucker-zeichen. Dasselbe Monogramm findet man auf einer Vignette mit demfranzösischen Wappen zwischen Lorbeerzweigen, umgeben von siebenallegorischen Figuren der Tugenden. Sie ist angewandt zu Bodin'sDe Republica libri tres- Parisiis (000, zu Mathieu's Hisloire duLouis XI. Roy de France. Paris HHO, und zu Arislotelis Operaomnia. Lutetiae 1029, fol. Ob sich diese Vignette auf Jean Monibeziehe, möchten wir sehr bezweifeln. Fast dasselbe Zeichen, nuroben mit einem Kreuze, kommt im Signet des Buchdruckers MichaelJulianus vor. Sein Emblem besteht in einem gekrönten Stern mit derDevise: Aslra Viam Monstrum Beaibus. Man findet es auf demTitelblatte zu: Opera Tertulliani, Parisiis 1500, fol. Christ hat