778 IAF —IAG. Nr. 18S3-185S.
entfuhrt. Links am Steine /. A. F. , qu. 8. Dieses Blatt ist in derWeise des G. Pccham kräftig radirt, und wird wohl ebenfalls vonJ. Arnoldt herrühren.
1853. Jacobi, Stempelscbneider in Lüttich von 1762-1792, zcich-ta v "ete Gepräge IA. F. Er schnitt Stempel zu Denkmünzen, und
■ machte sich auch als Sicgelschncider einen rühmlichen Namen.
1854. Jakob Andreas Friedrich, Kupferstecher von Nürnberg, ver-_ . _ lebte die längste Zeit seines Lebens in Augsburg, und
•'*■ F---JVC: gtar |, daselbst 1751. Er stach Bildnisse, und radirteauch verschiedene Blätter für den Buchhandel. Solche findet man infolgendem Werke: Höchste Welt- und Kriegshäupter, welche denfriedbrüchigen Türkischen Hochmuth — gedemülhigel —. Augsburgund Dülingen 1710, fol. Auf den meisten Blättern steht der Name,auf jenem mit der Pax Triumphans kommen aber die Initialen vor.Auch Bildnisse nach J. Steudl, Bergmüllor, Nilson, Hirschmann,Steiner u. A. sind J. A. F. gezeichnet, es ist aber zu unterscheiden,ob sie von unserm Künstler, oder von seinem gleichnamigen Sohne,dem würtembergischen Hofkupferstecher J. A. Friedrich herrühren.Jenes des Erbprinzen Carl Theodor von Sulzbach nach J. Steudl istvon dem älteren Künstler dieses Namens.
1855. Jobst Amman ist unter dem Monogramm IA No. 17G8 ein-
F' / i 1 st geführt, und wir verweisen zunächst auf jenen
C* I iflf\ \J\ Artikel, an welchen sich dieser anschliesst.
*-* 1 J JO O^ftv^ Zuerst machen wir auf einen Holzschnitt auf-\ S 6 4 1 '\ \ Sl) ** a merksam, welcher der Zeichnung nach zu den/->\/\ ' t rc J-^ ErstlingOH des Künstlers gehören muss, dawCcA^CJfci/*&--"' er die Jahrzahl 1500 trägt, und demnachaus einer Zeit stammt, in welcher J. Amman 21 Jahre zählte. Derfragliche, mit dem ersten Zeichen versehene Holzschnitt stellt eineBauernhochzeit vor, oder vielmehr die um den Tisch versammeltenGäste. Das Monogramm ist am Tischfnsse angebracht, rechts untensieht man aber noch ein anderes Zeichen, welches aus /{ E besteht,dem auch noch ein Stemmeisen, ein Klöppel und ein Schild mit dreiSternen beigefügt sind. Ueber dem Schilde steht die Jahrzahl 1500,das von dem Formschneider R E oder R HE beigefügte Datum. Höhe1) Z. 6 L. Br. 13 Z. 8 L. Es fragt sich nun, ob die Zeichnung zudiesem Holzschnitte wirklich dem J. Amman angehöre, und man kannes nicht wohl verneinen, obgleich in derselben noch jene geistreicheund freie Behandlung fehlt, welche in den etwas späteren Blätterndes Meisters zur Anschauung kommt. Der unten abgerundete Schildmit der Jahrzahl und den drei Sternen scheint nicht ein Appendix desFormschneiders R E zu seyn, obgleich er mit dessen Werkzeugengleichsam im Zusammenhang steht. Auf einer Radirung in L. Fron-sperger's Kriegsbuch I. Bl. 210, welche den Ausfall aus einer Festunggegen ein türkisches Belagorungs - Corps vorstellt, steht auf einemKasten ein ähnlicher Schild, aber mit den Initialen / A. In derGemäldesammlung des unlängst verstorbenen Privatier H. W. Schmidtin München war (1862) ein Gemälde mit demselben Zeichen, wie aufdem Holzschnitte, dann mit einem Schilde und der Jahrzahl HjOO,wie aus dem folgenden Facsimilo zu ersehen ist. Dieses Gemälde enthältebenfalls eine Gesellschaft von Bauern im Freien, ahmt aber auf einemin Oel gemalten Brette ebenfalls in Oel die kräftigen Umrisse einesHolzschnittes oder eines Kupferstiches nach. Die Zeichnung wird manaber nicht für J. Amman erkennen, es müssto denn seyn, dasa er