Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
777
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IAF. Nr. 1850-1852. 777

anzuvertrauen. Jene im Prcsbyterium führte er unter Leitung desJohann Schraudolph, die im Schiffe der Kirche dem grössten Theilenach aber selbstständig aus. Diese umfangreiche Arbeit dauerte bis1840, und nur in Nebenstunden konnte er Staffelcibilder in Oel aus-führen. Auf solchen Gemälden, und auf Zeichnungen und Bildernaus späterer Zeit findet man das Monogramm des Künstlers. Das ersteentnahmen wir einem kleinen Hilde der Madonna mit dem Kinde von1855. Die beiden anderen Zeichen kommen auf zwei Holzschnittenin der 1850 hei J. G. Cotta erschienenen Bibelübersetzung des Dr. M.Luther, und auch in jener von Dr. Allioli vor, auf jenen mit der Geburtdes Johannes, und mit Simeon mit dem Jesuskinde im Tempel. ImJahre 1844 von einer Reise aus Italien zurückgekehrt, erhielt Fischervon Professor Heinrich v. Hess den Auftrag, drei grosse Cartons zu denvon König Ludwig in dcnCölnerDom gestifteten Fenstern zu zeichnen,wofür ihm die grosse preussische Medaille für Kunst zu Theil wurde.Inzwischen arbeitete er an einem Oelgemälde mit der Grablegung Christi,welches jetzt in der neuen Pinakothek zu München aufbewahrt wird.Für die katholische Kirche in Odessa malte er ein 19 Fuss hohes Altar-gemälde mit der Himmelfahrt der Maria. Obgleich diese Arbeit durchmehrere Krankheitsfälle unterbrochen wurde, so gehört sie doch zuden vorzüglichsten Schöpfungen seines Geistes. In die letzte Zeitseines Lebens fällt auch die Vollendung einer grossen Kreuzabnahmefür die Fürstin Narischkin, und zweier weiteren grossen Bilder, welchedie Geburt und die Grablegung Christi vorstellen. Fischer war damalsschon fast gehrochen, aber bei schwindender physischer Kraft erhieltihn der Geist noch bis zur Vollendung der Werke aufrecht. Für dieneuen ihm zugekommenen Aufträge war es zu spät. Im König Ludwigs-Album ist von ihm die Geburt des Johannes, lithogr. von C. Koch, gr. fol.J. Atzinger lithographirte den englischen Gruss. Tondruck, gr. fol.

1850. Der unbekannte Kupferstecher mit diesem Zeichen ist im$ lS*6g ersten Bande No. 521 eingeführt, da man auch A FV* 1£ fc lesen kann. Desswegen wurde früher das Monogramm

kJcv 1 » iv JA. auf Adam Fuchs gedeutet, an welchen aber nicht zudenken ist. Andere verfielen auf Jacopo Franco, allein auch dieserMeister kann sein Recht nicht begründen. Im Uebrigen verweisen wirauf I. No. 321 und 522.

1851. Jonas Arnold, Bildniss- und Landschaftsmaler von Ulmf (1645-1665), ist im ersten Bande No. 568M bereits unter AFI eingeführt, und wir wieder-I Ia holen hier den Stock, da man versucht werden

^^^/ i _ kann, unter IA F zu suchen. Was über diesen

<Ä ^^, JaL iitti Künstler weiter zu sagen, und das Verzeichniss11/ ti • c X -e seiner radirten Blätter findet man I. No. i><>8.-*■ ^ • rv ' • " v : 7*«» • Früher wurde dieses Zeichen auf Joseph Furten-bach gedeutet, welchem es aber nicht angehört. Arnold kam jedochmit dem Architekten J. Furtenbach in Berührung.

1852. Jörg oder Jeres Arnoldt, Kupferstecher, welcher gegenIAF \ Ende des 16. Jahrhunderts thätig war, ist oben unter denT ' \ Initialen IA No. 177!) eingeführt, und wir haben Blätter

1. A. r. J m it Goldschmieds-Ornamenten von ihm genannt. Auf solchenBlättern kommen die Buchstaben I A. und IAF. vor. Dann findet mau

auch eine Copie nach dem Blatte von Giuseppe Ribera, B. XX. p. 83No. 11. Es stellt einen mit der Keule gegen den Triton kämpfendenContaur vor, während im Hintergründe ein anderer Triton die Nymphe