Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
489
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HM. Nr. 124Ü —1246. 489

trocken, da er mit Aengstlichkeit zu Werk ging. Diese Blätter bildenFolgen von sechs, acht und zehn Blättern. Eine andere Folge stelltin sieben Stichen die Planeten vor, darüber die Zeichen des Thier-kreises, und unten entsprechende Handlungen der Menschen, dieunter dem Einflüsse der Planeten stehen. H. !> Z. 5 L. Br. 4 Z.4 L. Eine Folge von acht Blättern in Friesform stellt verschiedeneVögel in Ornamenten vor. Auf dorn ersten steht: La. votiere desoiseaux, und die Adresse des Stechers, schmal qu. 4. Eine andereFolge von sechs Blättern enthält Ornamente für Goldschmiede, inwelchen Vögel auf Zweigen sitzen. TjeRoy copirte damit zwölf Friesevon Le Blon auf sechs Blättern. Unter dem Ovale dos ersten stehtverkehrt: Le Blon inr., und im zweiten Drucke auch die Adresse desH. le Roy, schmal qu. 4. Dann copirte er auch eine Folge von achtBlättern mit Friesen zur Verzierung des Randes einer runden Schüssel,schmal qu. 4. Auf Blättern dieses Meisters kommen die gegebenenNamensbuchstaben in Verbindung mit f. und fe. vor. Dann zeichneteer auch: henri le R. fe., henri le r. f., h. I. roy f. u. s. w. Einanderer Thcil seiner Blätter ist ohne Bezeichnung. Complete Folgenkommen selten vor. Arbeiten dieser Art gingen in den Werkstättender Gold- und Silberschmiede zu Grunde. Le Roy trieb einen Han-del damit.

1245. Unbekannter Maler, welcher zu Anfang des 16. Jabrhun-\ /f^L oY\ l ' erts "' Oberdeutschland lebte. Die gegebenen Mono-5-ivvat" gramme gehören wahrscheinlich einem und demselben

/il Künstler an, und das zweite ist jedenfalls jenes eines Malers.

-iL Ja. Nach Passavant's Mittheilung findet man dieses Zeichen

auf einem Gemälde in der Sammlung des H. v. Entress in Ulm. Die-ses Bild stellt die Famlie der hl. Anna vor und weiset auf den An-fang des 16. Jahrhunderts.

Das erste Monogramm mit der verkehrt eingestochenen Jabrzahl1501 steht auf einem Kupferstiche, welchen Brulliot I. No. 2410 be-schreibt. Dieses Blatt stellt die hl. Jungfrau in weit ausgebreitetemMantel mit dem auf ihrem rechten Knie liegenden Kinde vor. Sie istvon Strahlen umgeben, welche bis an den Plattenrand ausgehen. DasZeichen ist in der Mitte unten, ausserhalb der Linie. Rund, Durch-messer 2 Z. 7 L. Heinecke, Neue Nachrichten etc. S. 397, sprichtebenfalls von diesem Blatte, welches er im k. Cabinet zu Dresden vor-fand, er gibt aber das Zeichen nicht genau. Ihm schien die 0 derJahrzahl das gothische Zahlzeichen 4 zu seyn, und somit las er 1471.Es ist aber die Jahrzahl verkehrt eingestochen, und 1801 ausgedrückt.Passavant, Peintrc-gravour II. p. 147, erkennt in diesem Blatte einenNachahmer des Martin Schongauer, und glaubt, dass der Abdruck voneiner in Niello auszuführenden Platte komme. Darauf deutet aller-dings die verkehrte Jahrzahl.

1246. Hans Miellch oder Muellch, Bildniss- und HistorienmalerV V . von München, war Hofmaler des Herzogs Albert V.

ilCi I l 1*7 vou B a y° rn ! u "d entwickelte namentlich als Ml-lri^l ' niaturmaler eine ausserordentliche Fertigkeit. Man

MT V( findet aber auch Bildnisse in Oel, welche mit einer

,,(_)/ V -, eigentümlichen Feinheit und Zartheit gemalt sind.

Den Beweis liefern die Portraito eines Mannes und einer Frau in derk. Pinakothek zu München, das Bildniss der Frau und eines Töchter-ehens des Künstlers von 1S40 in der Sammlung des H. Kränner zuRegensburg, jenes eines Mannes mit blonden Haaren in einem mit