Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
437
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HK. Nr. 1158 —1160. 437

Diese Jahrzahlen deuten wohl die erste und zweite Restauration an.Das Monogramm steht links unten auf dem Bilde, und ist nicht jeneseines Restaurators. Die Nachricht über dieses Gemälde verdanken wil-dem Hrn. Baron v. Löft'clholz in Wallerstoin, und obwohl dasselbevielleicht in kurzer Zeit in einen Ofen wandert, so wollen wir dasAndenken doch für jene kunstsinnigen Kirchenvorsteher erhalten, welchedie zarte Rücksicht hatten, dem Gedenkbildo unter Wind und Wettereine Stelle zu sichern.

1158. Hans Koenen, Zeichner von Gent, soll nach Brulliot I.\/ No. 2301 sich dieses Monogramms bedient haben. Er fand es

I -----kf auf einer Federzeichnung im k. Cabinet zu München. Dieses

I \ Blatt stellt das Innere einer Kirche mit mehreren Figuren vor,und erinnert an die Bchandlungsweise des Augustin Hirsvogcl. HansKoenen soll 1532 das Licht der Welt erblickt haben, er ist aber denholländischen Schriftstellern fast unbekannt geblieben. Eines ähnlichenZeichens soll sich auch der von C. van Mander erwähnte Hans Kay nootbedient haben. Er war Schüler des Mathias Kock , und malte Land-schaften in der Weise des Joachim Patenier. Dieser Meister blühteum 1550—1560, wir kennen aber kein Gemälde von seiner Hand. Sollteaber das Monogramm auf späteren Landschaften mit Architektur undRuinen vorkommen, sowie auf architektonischen Zeichnungen, so ist anHans König zu denken, welcher um 1580—1010 in Augsburg thätigwar. Die von Brulliot erwähnte Zeichnung könnte von ihm herrühren.

1159. Hans Klim soll nach Christ, Monogr.-Erkl. S. 226, Zeich-t T r nungen mit diesem Monogramme versehen haben. Er sprichtI —l-^ von künstlerischen Produkten, und scheint somit nach Autopsie

X V, zu urtheilen. Von einem Künstler dieses Namens weiss auch.s~ „ Paul Behaim, welcher dasselbe Zeichen dem Hans Klim bei-10 Qj legte, und Berücksichtigung verdient, da er 1603 ff. seineKunstsammlung anlegte. Papillon I. p. 271 lässt einen FormschneiderHans Klim um 1590—1603 in Wittenberg und Jena arbeiten, kommtaber zu dieser Angabe nur aus Missverständniss der Stelle bei Christ,welcher das obige Monogramm mit dem Kreuze einem Formschneiderdieses Namens zuschreibt. Auch Heller, Geschichte der Holzschneide-kunst S. 216, spricht von einem Formschneider Hans Klim, welchergegen Ende des 16. Jahrhunderts zu Jena und Wittenberg gearbeitethat. Seine Quelle ist Christ, und damit verbindet er die von BartschVII. p. 484 und 493 gegebenen Zeichen, welche aber keinem Künstlerdieses Namens angehören, wie wir oben gesehen haben. Wenn je Holz-schnitte mit diesem oder einem ähnlichen Monogramme vorkommen,so sind sie von dem Briefmaler Hans Klein, welcher von 1561 —1632in Nürnberg lebte, aber bisher nur durch sein Bildniss bekannt ist.Was in den bisherigen Künstler-Wörterbüchern von einem älterenHans Klim gesagt ist, finden wir nicht stichhaltig. Nur ein paar alteKupferstiche kann man einem Künstler dieses Namens muthmasslichzuschreiben, nämlich dem folgenden Meister.

1160. Hans Klim, Goldschmied und Graveur von Nürnberg, scheintT ~\S LA/ ^ er Träger dieser Zeichen zu seyn. Er war A. Dürer'sI l\,,Ll\, Freund, und konnte daher in Führung des Grabstichelsdie hesste Anleitung gefunden haben. Sein Zeitgenosse Hans Ncu-dörffer sagt auch, dass er Kupferstiche hinterlassen habe, nennt aberderen Inhalt nicht. Den Namen hat man noch auf keinem Blatt ent-deckt, der Zeit nach aber könnten ihm die Stiche mit dem gegebenenZeichen zugeschrieben werden, da Klim um 1527 bereits ein reifer