Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
438
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438 HK. Nr. 1161 —1163.

Künstler war. In einem Dresdner Auktionskataloge von A. 6. Ochl-schlägel finden wir dem Johann Klim auch ein Gemälde auf Holz zu-geschrieben , welches die Vermählung der hl. Catharina vorstellt. Eswird zweifellos für Original ausgegeben, doch ohne zu bemerken, obdas Monogramm darauf vorkomme, oder welche andere Autorität zurSeite stehe. Klim starb lliüO,

Bartsch VIII. p. S38 beschreibt das Blatt mit den nackten Männern,und die Vignette mit dem wilden Manne , geht aber nicht auf denMeister ein.

1) Ein Kampf von eilf nackten Männern mit Schwertern undSchilden. In Mitte des Blattes parirt ein auf dem Boden sitzenderMann den Hieb mit dem Schilde, rechts fasst ein anderer den Gegneram Fusse, und neben dem Kopfe des Gefallenen ist das ersto Zeichenin einem Täfelchen mit der Jahrzahl *527. II. 1 Z. !i L. Br. 4 Z. 7 L.

Dieses Blatt ist Copie nach dem Meister /. B., welcher öfter JakobBink genannt wurde, B. Ko. 21.

2) Die Vignette mit einem wilden Manne, dessen Arme und Beinein Laubwerk ausgehen. Rechts unten ist das Zeichen mit der Jahr-zahl i520 darüber im Täfelchen. II. 10 L. Br. 3 Z. 6 L.

3) Die Lucretia, i.527.

Auf dieses Duodezblättchen macht Heller in der zweiten Ausgabeseines Handbuches für Kupferstichsammler aufmerksam, gibt aber keineweitere Beschreibung.

1161. Medailleure und Münzmeister, welche Gepräge mit demt t> Monogramme, und auch H. K. zeichneten. Das erste Zeichen

lN-, HC findet man auf dem Avers eines Schauthalers mit dem Brust-bilde des Churfürsten Ludwig VI. von der Pfalz 1K83. Dieses Stückbeschreibt Exter II. S. 348, er deutet aber das Monogramm des Gra-veurs oder Formers nicht. Das kleine Monogramm findet man aufdänischen Münzen von 1043—16(52. Es bezieht sich auf den Münz-meister Heinrich Köhler. Auf kölnischen Münzen von 1722 —1734bezieht es sich auf den Münzmeister Heinrich Koppers.

1162. Unbekannter Bildhauer, welcher zu Anfang des 17. Jahr-T -rr- hunderts in Cöln thätig war. Er fertigte aus weissem undI —K. schwarzem Marmor das Denkmal des Heinrich von Reuschen-

o)° berg, deutschen Ordens Landcomthur der Balley Biesen, ehe-dem an seiner Begräbnissstättc in der Carmeliten-Kircbe, jetzt in derVorhallo des Jesuiten-Collegiums zu Cöln. Der Comthur liegt lehens-gross in der Rüstung auf dem Sarkophage und unter ihm ist eine Tafelmit der Grabschrift eingesetzt. Das Monogramm steht tiefer als dieSchrift. H. von Reuschenberg starb im Jahre 1603. Vgl. Merlo, Kunstund Künstler in Cöln S. 848.

1163. Gustav Heinrich Knauth, Historien- und Genremalcr, geb.

Kzu Dresden 1804, machte seine Studien in Frankfurt a. M. undin München, und verblieb mehrere Jahre in letzter Stadt. Ausdieser Zeit stammen einige Gemälde religiösen Inhalts, und dann Stift-zeichnungen mit ähnlichen Compositionen, welche sehr fein durchgeführtsind. Auch Genrebilder finden sich von seiner Hand, darunter-einigeaus dem klösterlichen Kreise, und Pilger, wie sie damals von mehrerenKünstlern auf dem Zuge nach Rom und nach dem gelobten Lande ge-malt wurden. Im Jahre 184K verliess Knauth München, um in seinemVaterlande die Pilgerschaft in das Jenseits zu unternehmen. FolgendeBlätter sind von ihm lithographirt: