Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
436
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436 H K. Nr. 1184 — 1187.

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1154. Hans Kreuter, Maler aus Schneeberg, war Schuler desälteren Lukas Cranach, steht aber diesem Meister weit nach.Seine Gemälde sind indessen unbekannt geblieben. Nach den

~\Z1A Zeichnungen zu urtheilen, war er aber dem Manierismus ver-1 V J fallen. Das Monogramm kommt auf historischen Zeichnungen

vor, welche mit der Feder umrissen und ausgetuscht sind. Kreuter

lebte in Dresden, und wurde da vergessen.

1155. Hans Krug, Goldschmied und Graveur von Nürnberg, wird

Ml als Stahlscbncider gerühmt, und soll nach Doppelmayr 1819 ge-storben seyn. Wir schreiben ihm die mit dem gegebenen Zeichenversehene Copie nach Dürer's Kupferstich der hl. Maria mit demAffen zu, B. No. 42. Diese Copie kennen Bartsch und Heller nicht,und sie gehört zu den Seltenheiten. Der Stecher war ein geschickterZeichner, da die Nachbildung viel kleiner ist, als das Original. In derMitte unten bemerkt man das Monogramm. II. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 3 L.Brulliot I. No. 2300 vermuthet unter dem Copisten den Hans von Culm-bacb, das Blatt stimmt aber mit den /. C. bezeichneten, und diesemMeister irrig zugeschriebenen Blättern nicht.

1156. Hans Kroll, Maler von Leipzig, scheint die Schule desr\ älteren Lukas Cranach besucht zu haben. Er kommt mit dem

Formschneider CE II. No. 2489 in Berührung, welcher für Gabriel6o Schnellboltz und Hans Krafft in Wittenberg arbeitete. DieserKünstler schnitt nach der Zeichnung unsers Monogrammisten die halbeFigur eines Kricgsführers in Rüstung. Er hält mit der linken Handden Helm und mit der anderen den Degen in einem reich verziertenOval. Links unten ist das Zeichen HK mit der Zahl 60, und rechtsjenes des Formschneiders CE mit derselben Ziffer darunter, d.i. 1860.H. 9 Z. 8 L. Br. 6 Z. 6 L. Heller spricht in der ersten Ausgabeseines Werkes über Lukas Cranach ebenfalls von diesem Bildnisse,die Zeichnung ist aber nicht von Cranach, sondern von einem Nach-ahmer desselben. Man findet auch noch andere Holzschnitte mit diesemZeichen, darunter scherzhafte Vorstellungen, Spielzeug &c.

Nach einer weiteren Notiz soll sich auch Heinrich Königswiesereines aus H K bestehenden Zeichens bedient haben, wir kennen aberdie Form desselben nicht. Er war Schüler des älteren Lukas Cranach,und ebenfalls um 1800 thätig.

1157. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte desTT/ 18. Jahrhunderts in Nürnberg, oder in Nördlingcn gelebt haben

jV dürfte. Aussen an der Hauptkirche zu Nördlingen hängt einegrosse Tafel, welche die hl. Elisabeth unter einem Baldachine sitzendvorstellt, wie sie den sie umgebenden armen Leuten Wein und Brodaustheilt, während ein grosser mit Brod gefüllter Korb vor ihr steht.Die Figuren sind auf eine über Holz gespannte und grundirte Lein-wand gemalt, das Bild ist aber ganz werthlos geworden, da es demWetter ausgesetzt mehrmals schadhaft wurde, und dann wieder vongemeiner Hand übermalt worden zu seyn scheint. Oben auf der höl-zernen Einfassung steht: Rcnomrl 1766, und unter dem Bilde sinddie Verse angebracht:

Anno Domini 1400 In dem achlzöhenten Jar

Dis heilig Reich almussen gesti/ftet war

Ganz, orndlich durch Conrad Frey

von Nüerenberg .........

1500. 1677.