HK. Nr. 1151 —1152. 433
1151. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher mitTJJ i/y dem Meister HK No. 1148 Eine Person seyn könnte.rTV.,rT> Heller, Geschichte der Holzschneidekunst S. 216, bringtihn auch unbedingt mit ihm in Verbindung, und nennt Beide Hans Klim,doch ohne irgend einen Grund dafür zu haben. Bartsch VII. p. 493geht auf eine Deutung des Monogramms nicht ein , sondern sagtnur, dass die Blätter mit den gegebenen Monogrammen schlecht ge-zeichnet und roh geschnitten seien. Sic scheinen um 1530 gefertigtzu seyn.
1) Der Prediger Johannes in der Wüste. Unten gegen die Mittebemerkt man einen Stein mit dem Zeichen. II. 6 Z. 6 L. Br. 14 Z.
2) Ein Apostel im Schiffe, wie er dem am Ufer versammeltenHcidenvolke predigt. In der Mitte unten das Zeichen. H. 6 Z. 6 L.Br. 13 Z.
Dieses Blatt ist Copio nach dem Jan Swart genannten Mono-grammisten / S. Der Meister H K konnte demnach in Holland gelebthaben , indem Swart in Gouda seinen Sitz hatte.
1152. Hans Knoderer, Hofmaler des Kaisers Maximilian I. , trat_l/ 0 erst in neuester Zeit mit dürftigem Nachweis in die/il 1$ '7 Kunstgeschichte ein, da sein Andenken in Vergesscn-7_J yr- r'-t. - heit gekommen war. Im deutschen Kunstblatt 1852\[ \j yQ . S. 77 machte Dr. F. Kugler eine eigenhändige Quitt-yjj i V —7 ung des Künstlers über vier Gulden für eine nach
x—l'l" i I ) Augsburg im Auftrage des Kaisers unternommene\ J \J "■ c Beiso bekannt. Sie ist datirt und unterzeichnet:Actum vlm den Ersch tag Appril anno oetavo. Hanns knoderermein hanndt. Dieses Autograph besitzt der Baurath E. Hess zuMagdeburg, und über eine zweite Quittung gab uns der k. k. Statt-halterei-Sekrctär J. v. Wiescr in Innsbruck Nachricht. Darin ist auchder Gegenstand benannt, für welchen Knoderer eine weitere Zahlungvon vier Gulden erhielt. Der Künstler hatte nämlich 1508 auch eineReise nach Speyer unternommen, um den Künig Rudolffen abzu-matten. Er quittirt dem Zahlschrciber Dionys Braun, und schliesst:Actum speyr den 24 lag april anno oclavo. Hanns knoderer meinhandt. Ueber ein anderes Werk des Künstlers für den Kaiser be-richtet C. Peutinger. Die betreffenden nrchivalischen Stellen gibtTh. Herberger (Conrad Peutinger in seinem Verhältnisse zu Maxi-milian I. S. 32), es ist aber noch nicht genau ermittelt, welche Artkünstlerischer Arbeit dicss gewesen ist. Alle darauf bezüglichen Stellenin Peutinger's Briefen sprechen immer nur von zollenden Mendln,welche von Knoderer dargestellt werden sollten, und zwar von KunigKarlein bis auf den Patern. Im Jahre 1517 waren die ZeichnungenKnoderer's bereits geschnitten, denn Peutinger sagt in einem Briefevom 6. März d. J., dass die zottenden Mendel alle gerissen und ge-schnitten in seinem Hause seien, und er habe die Holzschnitte mitden gemalten Patronen verglichen und gar keinen Mangel befunden.Der Kaiser wollte auch noch eine weitere Fortsetzung des Werkes,in welcher auch der zottenden Mendel mueter vorkommen sollten.Peutinger bemerkt in einem Briefe vom 26. April, dass er mit Knodererin Unterhandlung treten, aber vorerst diese Mueter, d. h. die Mütteroder Frauen der zottenden Männer, in ein Verzeichniss bringen wolle,um letzteres dem Kaiser vorzulegen. Die Arbeit fand aber Peutingermühsam und zeiterfordernd, indem an vielen Orten Nachforschung ge-pflogen werden musste. Th. Herberger glaubte anfangs, es handle sich
Monogrammlston Bd. TIT. 28