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8 (1856) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1778 bis 1798
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des Standes unnachthciligc Art dargebracht den Bruch verhüten könnte; die wärmere hingegen glaubt schon viel zu viel gethanzu haben, würde gern augenblicklich angreifen und steht in der Ucberzeugung, daß auf das erste Erscheinen der bcrncrischenTruppen die Waat ihrer vorigen Obrigkeit wieder zufallen würde, und vermuthlich wird von der lchtern besonders auch dasArgument gebraucht werden, daß der Mangel an Energie und die beständige Nachgiebigkeit von Seite der Regierung auch eineErschlaffung in dem sonst auf das höchste gestiegenen Muth der Truppen verursachen werde, wovon dann die bedauerlichstenFolgen zu erwarten wären. Die obengenannten Deputirten wünschen vornämlich, daß man sich doch hiesigen Orts allemöglichen Mittel möchte gefallen lassen, deren Anwendung das Unglück des Krieges abwenden könne, worunter eine völligeDemokratisirung voransteht. <2> jj 26. Februar. Nach meiner Rückkunft aus Frciburg waren die Deputirten von Basel undSchaffhauscn eine der ersten Erscheinungen für mich. Der Zweck ihrer Mission faßt nichts Geringeres in sich, als Bern durchmündliche kräftige Vorstellungen zu vermögen, den Aufforderungen und Zumuthungen des Herrn Geschäftsträgers Mengaudnachzugeben und demselben im Wesentlichen zu entsprechen. Nachdem ich ihre Vorträge mit Aufmerksamkeit angehört, und,ohne die Herren auch nur ein einziges Mal zu unterbrechen, ihre Darstellung vernommen hatte, so bat ich mir von ihnen diegleiche freundschaftliche Gefälligkeit aus, auch meine Gesichtspunkte anzuhören und ich soll ihnen die Gerechtigkeit wiedcrfahrenlassen, daß sie auch mich, ohne mich zu unterbrechen, anhörten. Das Wesentliche meiner Vorstellungen ging dahin, sie aller-vorderst zu überzeugen, daß die wichtige Schlußnahme vom 2. und 3. Februar von der Regierung, den Bürger- und Land-ausschüsscn in keiner Rücksicht Mißtrauen verdiene und es bei dem hiesigen Stand zuverlässig so wahrer Ernst sei, die neueConstitution auf die Basis der Gleichheit und Freiheit zu gründen wie in andern Ständen der Eidgenossenschaft, die freilichmit dieser Schlußnahme sogleich mehrere Schnelligkeit für die Epccution derselben vereinigt hätten; aber man solle auch billigeRechnung der besondern Lage des Standes Bern und seiner mannigfaltigen Verhältnisse, die in keinem andern Stande Plaphaben, Rechnung tragen. Die Weise, wie Mengaud an Bern gelangte, sollte für jeden freien Eidgenossen empörend sein unddiese wiederholten erniedrigenden Zumuthungen seien gewiß einzig darum im ganzen abgelehnt worden. Gefällig und freund-schaftlich nahmen die Herren Deputirten und in einem ganz ausgezeichneten Grade derjenige der baslcrischen Landschaft meinefreimüthigcn Aeußerungen auf. Bei einer spätern Unterredung gab sich bei den baselschen Deputirten die entschiedensteAbneigung gegen die consttwUo» Ueiveliqus kund. Ja ihre Acußerung ging dahin, Herr Oberstzunflmeister Ochs werde beiwenigen Tagen in Basel zurückerwartet und sollte er auf die Annahme dieser Constitution nur den mindesten Werth sehen unddafür sich verwenden, so würden gewiß von der Bürgerschaft und Landschaft für ihn empfindliche Aeußerungen und Maßnahmengenommen werden. <tS> jj Am gleichen Tage, zu Nacht. Herr General von Erlach, heute Stacht von Murten angekommen,erschien unerwartet in der Rath- und Burgervcrsammlung, wo er eröffnete, der mit dem General Brune verabredete Terminvon vierzehn Tagen, innert welchem die französische» Truppen sich zurückziehen sollen, gehe mit dem nächsten Freitag zu Ende.Die allgemeine Stimmung der Bernertruppen sei überdies so, daß sie in der gegenwärtigen Stellung nicht mehr verbleibenwollen und durchaus fordern, gegen den Feind angeführt zu werden, auch sich laut erklären, wenn solches nicht geschehenwerde, dann gegen Bern selbst zu marschiren. Er verlange danahen um des Heils seines Vaterlandes und seiner ihmanvertrauten Truppen willen, daß ihm unbeschränkte Vollmacht und Gewalt ertheilt werde, im Fall der Rückzug der franzö-sischen Truppen nicht auf die anberaumte Zeit erfolgen sollte, solche Maßregeln dannzumalen nehmen zu dürfen, die seinePflicht und seine Kenntnisse von ihm fordern werden. Aus diesen Vortrag erfolgte nun eine freilich heftige, warme Berathungund ungeachtet von einige» Gliedern der Regierung und etlichen wenigen Burgerausschüssen die Bemerkung gemacht wordensein soll, es möchte ohne der Repräsentantschaft von diesem Antrag Kenntniß zu geben und ihren Rath zu verlangen,keine Schlußnahme genommen werden, wurde zulegt, hauptsächtlich auf das dringende Verlange» der Repräsentanten derLandschaft, einmüthig decretirt, der Herr General von Erlach soll begwältigt sein, nach Verfluß des anberaumten Terminsohne weitere Anfrage an die Regierung solche Anstalten zu treffen, die ihm dienlich und nothwendig scheinen, damit nichterst Vollmachten komme», wenn die Gefahr bereits überstanden oder eine Niederlage erfolgt ist. Ich habe auf diese mirdurch den Herrn Rathsschreiber Thormann gemachte Anzeige hin alsobald die Herren Repräsentanten und Kricgsräthe zu mirbeschieden und wir konnten nicht unterlassen, eine schwache, bescheidene schriftliche Note dem großen Rath einzureichen.In demselben Augenblicke, da die Rätb- und Burgcrsitzung aufgehoben werden sollte, erfolgte die Ankunft eines Adjutantendes Herr» General Brune, der auch wieder mit Depeschen nach Basel von hier, nachdem er seinen Auftrag vollzogen, inwenigen Augenblicken abreiste. Im Namen des General Brune verlangte er von der Regierung die beschleunigte Abordnungder nämlichen Herren Deputirten für eine neue gütliche Unterhandlung, mit der feierlichen Zusicherung, daß Herr GeneralBrune nunmehr die ausgedehnteste Vollmacht habe, mit dem L. Stand Bern einzutreten, aber er verlange auch, daß vonBern die Herren Deputirten mit gleicher unbeschränkten Vollmacht zu ihm nach Peterlingen komme». Zu dem Herrn Generalwerden nun Morgens Herr Seckclmeister Frisching und Herr Oberst Tscharner sich verfügen. <ls> jj 27. Februar. Die von Seitedes hiesigen geheimen Raths ganz unerhörte Beiseiteseßung der Repräsentantschaft mußte bei derselben kränkende und bittereEmpfindungen erregen. Die Aeußerungen MHJkr. Statthalters gegen Herrn Rathsschreiber Thormann waren mit Stärke,

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