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8 (1856) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1778 bis 1798
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Anhang.

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im Denken und Handeln, und eine solche Sorgfalt, Alles auszuweichen, was unangenehme Empfindungen hätte erregen können,daß das Andenken hieran bei den Gesandtschaften kaum jemals ins Vergessen kommen wird. <K)

Zu Abschied 251. (Seite 275284.)

Aarau, 27. December t797. Die Vorträge beim heutigen eidgenössischen Gruß zeichneten sich dermalen weniger durch Aus-gedehntheit als durch kraftvollen Ausdruck und warmes Interesse für die gemeinsame Sache aus. <«> !> 39. December. Heutewurde der Vorschlag auf die Bahn gebracht, ob nicht durch irgend eine öffentliche feierliche Handlung der Welt zu zeigen sei,daß die schweizerischen Stände in dem feste» Entschlüsse stehen, die gegenseitigen Bünde und Verträge eines Standes gegenden andern aufrecht zu erhalten und dieselben vor jeder äußern Anfechtung zu retten. Bei der Umfrage ward auch derGedanke vorgelegt, ob nicht bloß eine reciprocirliche Zusicherung williger Erstattung der gegenseitigen Bundespflichten genügenund an die Stelle einer förmlichen Bundeserneucrung oder Beschwörung treten könnte. Es wurde aber hierüber bemerkt, daßdieses Mittel für die gegenwärtigen Zeiten zu schwach und eine von den Uemi-mesures wäre, von denen der General Bona-parle bei seiner Reise durch die Schweiz gelegentlich selbst bemerkt habe, daß sie in keinem Falle von Nutzen seien. >K) jjK. Januar. Die Gesandtschaft des L. Standes Uri, welcher, wie die übrigen Ländercantone, von Emigranten fast gänzlichbefreit geblieben ist, äußerte ihre gerechte Empfindlichkeit, daß der ehrliche alte Tell seit einiger Zeit bei allen dergleichenZumuthungcn ins Spiel gezogen werden müsse. Am größten scheint die Antipathie gegen die Emigranten in beiden Abtheilungenvon Appenzell zu sein, welches sich daraüs schließen läßt, weil der Herr Gesandte von Jnnerrhodcn auf die gänzliche Exstir-pation der Emigranten instruirt war und die Gesandtschaft von Außerrhoden berichtete, daß wohl auch etwa einige in ihrLand haben kommen wollen, aber eine solche Behandlung von Seite der dortigen Lantleutc empfangen haben, daß ihnendadurch die Anmuth, selbst zu dem kürzesten Aufenthalt vergangen sei. <«i !! Am gleichen Tage. Bei der Berathunz, auf welcheWeise ein freundschaftliches Verhältniß mit Frankreich bewirkt werden könnte, hielten wir, wie einige andere Herren Gesandtedafür, daß die Talente und das Ansehen, so Herr Obristzunftmeistcr Ochs von Basel zu Paris genießt, die crwünschlichsteEinwirkung zu diesen Absichten gewähren dürfte. Das nun nöthigte die baslerische Gesandtschaft zu einer Antwort, diewörtlich darin bestand:Man müsse offenherzig und freimüthig gestchen, wann Hr. Obristzunftmeistcr Ochs die Sache so ansehenwürde, wie sie, die Gesandtschaft, wünschte, so könnte er hierzu gebraucht werden; allein da das nicht sei, so sei es auchnicht dienlich, ihn zu diesem Geschäft zu gebrauchen." Dem sollen wir nun noch beifügen, daß von Uns der Wunsch nochin sesoioiio ist eröffnet worden, daß wir die Ehrengesandtschaft von Basel ersuchen, das Möglichste zu thun, daß diesemHerrn die gemcineidgenösstschen Grundsätze und Gesinnungen beliebt werden. Seit dem hat die baslerische EhrengcsandtschaftUns noch vertraulich angezeigt, daß der Schwager des Herrn Ochs den Anzug in ihrem großen Rath gcthan, daß allerUnterschied der politischen und Civilvorrechte in ihrem Stand aufgehoben und eine vollkommene Gleichheit eingeführt werde,und da dieser Anzug in Berathschlagung zu nehmen mit großem Mehr verworfen worden, nun ein Brief von Herrn Ochs absichtlichin der Stadt circulire, worin er die Verwerfung dieses Anzuges constitutionswidrig erkläre und zu der Rechtmäßigkeit dessensclbstcn stehe u. s. f., worüber sich die Herren Gesandten von Basel mit nicht wenig Beklemmung äußerten. <t» u. Zj jj19. Januar. Herr Mengaud kam gestern von Basel in Gesellschaft von drei Personen, dem General Dufour, einem Aide deCamp desselben, Namens Testu, und einem Sohn des Dichters Pfeffel, als Secrctair des Herrn Charge d'Affaircs an. HerrMengaud erstattete den zürcherischen Gesandten einen Höflichkeitsbesuch, bei welchem er mit einer ibm eigen scheinenden Leb-haftigkeit und Feuer die kräftigsten Versicherungen von den wohlwollenden Gesinnungen der französischen Regierung gegen dieEidgenossenschaft, von dem Ungrund aller gegen diese Stimmung sich verbreitenden Gerüchte und von seinem aufrichtigenBestreben, mit der genauen Erfüllung aller erhaltenden Befehle zugleich die thätigste Sorge für das Wohl der Eidgenossenschaftzu verbinden abgelegt hat. lk> jj 13. Januar. Sie können sich die Empfindlichkeit nicht zu stark denken, die das Abschlagschrcibendes Standes Glarus wegen Wiederbeschwörung der alten Bünde bei der heutigen Beratbschlagung erregt hat und auch bat erregenmüssen; wenn man zum Theil auch eine Ablehnung besorgt hatte, so erwartete doch dieselbe Niemand in einem solchen Style. lk> jj14. Januar. Was die von einem Theile der Waatländcr verlangten Landständc betrifft, so fleht sie der L. Stand Bern soan, daß sie sehr gefährlich wären, so z. B. daß die weitgehende Absicht bei diesem Verlangen, da keine bestimmte Beschäf-tigung für die Landständc angegeben werde, deutlich hervorleuchte, daß ein solch' constituirter Gewalt entstehen würde, dersich mit dem obrigkeitlichen Ansehen nicht vereinigen ließe; daß derselbe gerade von den leidenschaftlichsten Köpfen begehrtwerde, die dann ihre Forderungen desto eher durchzusetzen hofften und daß die Regierung desto zuversichtlicher auf dieNegative sich lenken dürfe, da sie ziemlich sichere Beweise habe, daß der größere Theil der Waat, dem es um wahreBerubigung zu thun sei. dergleichen Landstände keineswegs wünsche l«> jj 1K. Januar. Herr Mengaud schien seit dem Antragzu Erneuerung der Bünde offener und gefälliger. Seine ersten Aeußcrungen über Klägden gegen besondere Cantone und denWunsch des Direktoriums, daß die schweizerischen Regierungen sich der Constitution Frankreichs nähern möchten, gaben Anlaßzu offener, frcimüthiger Darstellung der diesfälligen, wahren eidgenössischen und republikanischen Grundsätze. Nach seinemCharakter schien ihm deren gerade, offene und warme Darstellung eher als kaltblütige Hinterhaltung zu gefallen. Mehr als