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Anhang,
einmal bedeutete er, er wisse wohl, daß er in der Schweiz verleumdet worden, er wolle gewiß zeigen, daß, wo er, ohneseine empfangene Ordre bei Seite zu sehen, zum Wohl der Schweiz etwas beitragen könne, er das thun werde. Es sei ihmfreilich nicht unbekannt, daß ein Theil des Dircctoriums von espiils inoensj-iire» gegen die Eidgenossenschaft umgeben sei;aber dennoch bei allen Anlässen bezeugte er, daß das System der französischen Republik dahin gerichtet sei, in gutem Wohl-vernehmen mit Uns zu stehen. — Gestern ward ihm von uns gesagt, wir verboffen, er werde auch unserer Bundcserneuerungbeiwohnen: „Ja freilich", antwortete er alsobald, mit Wiederholung, „man solle nur versichert sein, daß das Direktoriumnicht im mindesten dagegen eingenommen sei, noch sich beikommen lasse, etwas gegen die Erneuerung der eidgenössischen Ver-bindung einzuwenden," Endlich bei einer geendeten Conversation bot er die Hand und sagte: „so vols dien, »lonslaui >ovourgmatlro, quo Vous n'ste« pas sl noir, qu o» a voulu Vous mo palnilre." Diesem setzen wir nur noch bei, daß dererste Herr Gesandte von Bern, bei auch besonders gepflogener Unterredung, mit den Privatäußerungen des Herrn Mengaudgleichfalls zufrieden war. u. »> Schon den 24, Januar strömte von allen Seiten eine große Menge herbei, um derBundcsfeierlichkeit beizuwohnen. Gasthöfe und Privathäuser waren nicht nur hier, sondern auch in allen benachbarten Dörfernvollgepfropft und ein jeder Hausbesitzer machte es sich zur Pflicht, so Viele bei sich aufzunehmen und zu beherbergen, als esder Platz erlaubte. Donnerstag Morgens um acht Uhr langten zwölf Kanonen von Aarburg an und wurden auf eine Anhöhegestellt. Um neun Uhr marschirte» vier Compagnien von dem hiesigen Regiment auf den Schützcnplatz und umschlossen eindrei Schuh hohes Gerüst, worauf die Herren Gesandten stehen sollten. Diese hatten sich auf dem Rathhausc versammelt,und traten nun gegen eilf Uhr den feierlichen Zug an, unter dem Geläute der Glocken und dem Donner der Kanonen,begleitet von einem Regiment Dragoner, einer Compagnie Jäger, sechs Magistratspcrsonen der hiesigen Stadt und eineraußerordentlichen Menge Zuschauer. Nach einer Viertelstunde langten sie auf dem Schützcnplatzc an, und die Herren Gesandtenstellten sich auf dem Gerüste in einen Zirkel, Jkr. Bürgermeister Wyß erhob nun seine Stimme mit Kraft und Würde: „Diedrei Helden von Schwyz, Uri und Unterwaldcn", sprach er, „vereinigten sich vor dem Angesicht Gottes, sich und den IhrigenFreiheit zu erhalten, Sie haben es gethan und sie und ihre Brüder und ihre Söhne haben den Triumph ihrer Freiheit durchherrliche Siege gekrönt. Wir, ihre Nachkommen, haben die Segnungen ihres Bundes genossen, wie kein Volk den Friedenund die Freiheit noch genossen hat. Unglück und Elend wüthete ringsumher, aber bei uns herrschte Ruhe und Sicherheit;wir genossen die Früchte unserer Neutralität, die durch Bescheidenheit und Treue unverletzt erhalten wurde. Diese Ruhe undSicherheit werden fernes unter uns blühen, wen» der Bund des Friedens unter uns fest steht," Daher forderte er nun alleGesandten gemeiner Eidgenossenschaft (Basel ausgenommen, woher keine Gesandten anwesend waren) auf, diesen Bund zuerneuern, flehte Gott an, daß er ihn segne, daß der holde Friede wieder zurückkehre auf die Erde, und daß an den Meuschauein Wohlgefallen sei. Nun wurde die Eidesformel vorgelesen: „Wir die Abgesandten u. s. f, verpflichten uns, im Namenunserer allseitigen Hoheiten, alle Bünde, die bei der Gründung unserer Freiheit und nachher zwischen de» eidgenössischeStänden und Orten geschlossen worden sind, fest, unverbrüchlich und stets zu halten und uns bei unfern Bünden und unsererVerfassung, je ein jeder Staat nach seinen besonders eingegangenen Verpflichtungen, zu handhaben und zu schützen." Undalle Gesandten schwuren, dies zu halten und zu thun, so wahr sie wollten, daß Gott ihnen helfe. Sie umarmten sich zärtlichund brüderlich, und hoch erscholl die Stimme der Zuschauer: „Gott erhalte die Freiheit und Unabhängigkeit Hclvctiens! Langeleben unsere treuen LandeSväter!" Gegen zwölf Uhr kehrte der Zug wieder von dem Schüyenplatze nach dem Rathhausein der nämlichen Ordnung, wie er gekommen war, zurück, und diesen Nachmittag werden nun die Gesandtschaften von denGesandten von Bern brüderlich bewirthet, jj 3t. Januar, Aarau befindet sich schon seit ein paar Tage» in einem völligrevolutionaircn Zustande, Heute insbesondere ist der Tumult in der Stadt groß; die sogenannten Patrioten sind zahlreich unterden Waffen; Kanonen stehen vor dem Rathhaus aufgepflanzt, wie es scheint, aus der Besorgniß, daß die Miliz der umliegendenGegenden, die anhänglicher an die alte Verfassung als die hiesige Stadt und daher über die Weigerung der letztern gegen dasAufgebot ausgebracht sein mag, etwas gegen sie unternehmen möchte. Einige Ausschüsse ab Seite der Bürgerschaft haben siehdeswegen vor der Session gestellt und zur Abhebung von Unglück auf zweckmäßige Einwirkung auf die in der Nähe der Stadtzum Abmarsch nach Bern bereiten Bataillons angesucht, wobei auf der einen Seite zwar die gebührende Hochachtung gegen dieL. Session bezeugt, auf der andern aber der in i'niiUew gefaßte Entschluß mit Hitze gerechtfertigt wurde. — Nachdem demHerrn Mengaud heute in der Frühe durch zwei Mitglieder der Tagsatzung das bevorstehende Ende derselben war angezeigtworden, hat derselbe, begleitet von seinem Bruder, einem Divisionsgeneral, und dem Legationssecretair, Herrn Pfeffet'MHHcrrn Seckelmeister Hirzel diesen Abend einen Abschiedsbesuch gemacht. In seinem Discurs hat er sich bestimmt geäußert,er wisse jetzt noch nicht, ob französische Truppen im Pays de Vaud seien, er habe aber alle Ursache zu vermuthen, daßsobald die angesprochenen Rechte der Waatländer von der Regierung in Bern anerkannt seien, diese Truppen das Waatlandentweder nicht betreten oder wieder verlassen werden. Die von UGnHherrcn erklärte landesväterlichc Amnestie schien >h>vviel Vergnügen zu machen und der Wunsch bei ihm zu walten) daß er davon officiclle Kenntnis; erhalten möchte. <<>>