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Anhang.
Zu Abschied 228. (Seite 225,227.228.229.)
». Frauenfeld, 4. Juli 1790. Es verhält sich (waren ungefähr die Ausdrücke der Gesandtschaft von Schwyz) mit dereidgenössischen Harmonie, wie mit jenem Bild der Minerva zu Athen, welches so künstlich zusammengesetzt war, daß dasGanze, so bald man einen einzelnen Theil herausnahm, zugleich i» Trümmer zerfiel. Sonderbar war die Auswahl, welchedie Gesandtschaft des Standes Uri getroffen hat, um zu zeigen, wie meistens die menschlichen Handlungen bei dem Ver-trauen auf die Vorsehung wohl gelingen. Er bewies dies erstens mit dem sichern Durchgänge der Israeliten durch das rotheMeer, in welchem zu eben der Zeit die ganze Pharaonische Armee ihren Untergang fand, und diesem Beispiel setzte er zweitensden Wilhelm Teil zur Seite, welchem es mit seinem Religions- und Tugendsinn gelang, den Schlingen des griesgramigenLandvogts Geßler glücklich zu entgehen. <Kj jj in. Die Salzlager befanden sich in folgenden vierzig Ortschaften: ->) Zu Buchhorn,Diepoldshofen, Gebrazhofen, Holzleute und Ravensburg im jetzigen Königreich Württemberg; >>) zu Egelharting, Feldkirchen.Frabertsheim, Füssen, Jmmenstadt, Inning, Zsny, Kempten) Kimrathshofen, Landsberg, Lindau, Mellatz, Memmingcn, Mindel-heim, München, Murnau, Oberdorf, Oy, Peißenberg, Reichenhall, Rosenheim, Schongau, Simmerberg, Sindelsdorf, Soyen,Steingaden, Tölz, Traunstein, Wangen, Wasserburg und Wohmbrechts im nunmehrigen Königreich Bayern; e) zu Bludenz,Bregenz und Feldkirch in Vorarlberg und ll) zu Bcrwang im Tyrol. jj «. 14. Juli. Die Anzahl der französischen Aus-gewanderten betreffend, welche sich dermalen in den Ständen aufhalten, so wurden die im Canton Bern befindlichen aufungefähr 800, die im Canton Lucern, woselbst, nach erstattetem Berichte, seit drei Jahren keine neuen mehr sind angenommenworden, auf 130, im Canton Uri auf 0, im Canton Schwyz auf 35, zu Zug auf 6, zu Glarus auf 5, zu Freiburg auf1000, darunter 300 weltliche, zu Solothurn auf 300, im Abt St. Gallcnschen auf 16 Personen angesetzt. In den nichtbenannten Cantonen sollen sich keine Ausgewanderten aufhalten. l«> j! v. Das Schreiben an den sardinischcn Minister erhieltvon der Mehrheit der Orte die Genehmigung und ging am t2. September an denselben ab. jj « 2l. Juli. Die größteSchwierigkeit macht der fast gänzliche Mangel an Flinten und Munition in diesen Gegenden, und dürfte es desnahen wirklichder Fall sein, daß das Ansuchen an UGNHHerrcn kommen würde, dem Tburgau und der Herrschaft Sargans etwa fünf- bissechshundert Flinten sammt der erforderlichen Munition kaufsweise hochgeneigt zu überlassen, damit diesen Leuten die Mittelan die Hand gegeben werden, was sie ohne dies nicht könnten, für die Sicherheit ihrer Landschaften nach den Befehlen derJahrrechnunDscssion zu sorgen. i«>
Zu Abschied 24t. (Seite 259. 262. 203 204.)
». Frauenfeld, 3. Juli l797. Der heutige eidgenössische Gruß war wegen der vielen malerischen Schilderungen des fried-lichen Glückes der Eidgenossenschaft während dem so lange gedauerten Kriege, wegen anderer interessanten Darstellungen undwegen der besonders dermalen sich eingefundcnen großen Menge von Zuhörern aus nahen und entfernten Gegenden sehtmerkwürdig. Von originellen Aeußerungen könnten mehrere angeführt werde». So wurde z. B. von einem Herrn Gesandten,der den edeln Sinn seines uralt-eidgenössischen Standes rühmte, und sich äußerte, daß er den übrigen helvetischen Bundcs-gliedern gern die gleichen Gesinnungen beimesse, das gemeinsame Vaterland einer auf einen festen Felsen erbauten Stadtverglichen, welche gleich der Burg Davids auf dem Berg Zion allen Stürmen Trotz biete. Eine andere Rede gründete dieEhrwürdigkeit dieser Versammlung neben dem hohen Charakter der Repräsentanten eines unabhängigen Volkes auch auf dasschöne Geschlecht, unter dessen scharfsichtigen Augen sie gehalten werde. i«> jj «». 0. Juli. Im Canton Bern sollen voreinem Monat etwa 3lk französische Eingewanderte, und zwar lauter alte und betagte Männer, Kranke, Weiber, Arbeitervon verschiedenen Clafse», oder Domestiqucn sich befunden haben, von denen seit vierzehn Tagen wieder viele verreist se>ev'Freiburg, wo im Anfange der Revolution sich nahe an 200» Emigranten aufgehalten hatten, hat dieselben bis auf 200vermindert. Im Solothurnischen zählt man ihrer gegenwärtig 300 — 350. In Appenzell Jnnerrhoden sollen nach derbestimmten Aeußerung der dortigen Gesandtschaft nie keine Emigranten aufgenommen worden sein, als sofern sie entweder mitden nöthigen Pässen versehen waren oder sich anheischig gemacht hatten, die Schottcnkur irgendwo zu gebrauchen. l<>> ü«. 10. Juli. Der französischer Seits begehrte Durchpaß durch das Wallis hat, als einer der wichtigsten Gegenstände unterden diesmaligen Tagsatzungsgcschäften, wiederholte Commissionsversammlungen veranlaßt. Allgemein fand man, besonders ss>tman die Absicht eines Trnppcndurchpasscs deutlich weiß, daß von diesem Geschäft die Ruhe, die Sicherheit und das Glüder Eidgenossenschaft für jetzige und künftige Zeiten abHange, und daß es desnahen sehr wesentlich sei, die Unmöglichkeitder Gewährung dieses Verlangens deutlich zu prononciren. Dieses und der Umstand, daß das Begehren im Namen derfranzösischen Republik selbst geschehen war, bestimmte die Session einmütbig, einen Brief an das Direktorium abzufassen, »ndenselben seiner Zeit durch den gewohnten Canal des Herrn Bachers bestellen zu lassen. <«> jj n. in. Juli. Das colwkllumNvivotionm soll schon seit 218 Jahren epistiren und in dieser ganzen Zeit niemals angefochten worden sein. Die jährlicheEinkünfte werden auf mehr als 10000 Gulden angegeben, aus denen 48 Alumnen, nämlich 31 Schweizer und 17 Bündncrauferzvgcn wurden. <«) jj 23. Juli. So sind nun fast alle Geschäfte der dermaligen Tagsatzung beendigt; bei allen, und besonderauch bei den wichtigern gemeineidgenössischen Verhandlungen herrschte eine solche Vertraulichkeit, eine solche Uebereinstim»'»»?