Anhang.
Zu Abschied 1K2, (Seite l51.)l». Uli erklärte gegen Lucern, es wünsche Rückgabe der durch den harten Aarauerfriedcnsschluß von 1712 abgetretene»Lande, Schwyz möchte dieses Geschäft in lebhafte Bewegung gebracht sehen; Nidwaiden verlangte Betreibung desselben mitmöglichstem Nachdruck, Zug schrieb an Lucern, dieser Gegenstand sei aller Aufmerksamkeit Werth, indem ihm nicht allein dieMitbeherrschung der 1712 verlorenen Lande, sondern vielmehr die Wiedererlangung der seit diesem leidigen Zeitpunkt zwischenden mitintcressirtcn fünf Ständen und ihre» damaligen Gegnern entwichenen Vertraulichkeit nahe am Herzen liege. Von denandern katholischen Ständen finden sich keine Erklärungen vor.
Zu Abschied 171, (Seite 157. 13«. 13», 1K2 )z». Frauenfcld, 4, Juli 1791, Herr Landammann Beding von Schwyz und Herr Landammann von Flüe von llnterwaldcnschilderten die Grundsätze der Vorväter, die Glückseligkeit des gemeinsamen Vaterlandes, die Nothwendigkeit der Eintracht u, s. f-mit einer Wärme, die zuweilen an poetische Begeisterung zu grenzen schien, So z, B. sagte der Erstere: „Wir Alle sindKinder der nämlichen Eltern, unser Vater ist der Bund und unsere Mutter die Freiheit," — und der Andere sagte: „Bünd-nisse ohne Liebe sind Festungen auf Sand gebaut," Herr Seckelmeister Müller von Frciburg las eine» verworrenen Aufsatzüber die gottlose, und, wie er sagte, aus der Hölle geflüchtete Philosophie, die in Frankreich so viel Unglück angerichtet habeund alle von Gott eingesetzten Negierungen bedrohe, Wie dieser Seuche Einhalt zu thun sei, konnte er zwar nicht deutlichzeigen, ermahnte aber zur Thätigkeit, da Gott selbst gesagt habe: „Helfet Euch, so will ich Euch auch helfen," ll4> !!Ii. 8. Juli, Obgleich der Stand Basel in der Beglaubigung gestanden war, daß auf gegenwärtiger Tagsatzung mancherleiVorschläge in Bezug aus die Versorgung derjenigen Verbrecher, welche man künftig nicht mehr auf die französische» Galeere»versenden könne, möchten gemacht werden, so kam dennoch nur von Seite der Stände Uri und Freiburg, zwar nicht instruc-tionsgcmäß, auf das Tapet, solche Verbrecher nach Paris an die Laternenpfähle zu senden, <li> jj I«. Das Circular vo»>23, April 1731 findet sich abgedruckt in der Ea/otlo »uliaii.iio o» I« Knnitour »iiivorsot >a. 113, 23. ,lvi>> 17»! , sowiein der »istoiio parlamsiitairv >Iv la l!»v»I»lia» piaiipiiisv > par p 1, » liuciiv?, et 1', k. N»ux, pari» 1834, 8, t'ainopag, 414—417, jj I. 8, Juli, Daß der Graf von Affry eine sonderbare Rolle spielt, beweist ein Schreiben desselben an dasRegiment Sonnenbcrg vom 1», Mai, worin er zwar über ein Deeret der Nationalversammlung vom 1. Mai, welches allenMilitairs erlaubt, die »wds paliioi><ii»!s zu besuchen die Erklärung gibt, daß es die Schweizertruppen nichts angehe, aberdennoch hinzufügt: „8i »opvinlaut il V avair »»einlies »Meiers »» soiclais c>»> viileixlissont Iv pranoals, Iis pourrontpo»r s'iiistruirv krequenler »es einiis." Seit einigen Tagen geht das Gerücht, es könnten vielleicht Deputirte von der fta»-zösischcn Nationalversammlung nach Frauenfeld kommen. In diesem Falle würde die Verlegenheit nicht gering sein, ll^i !!«I- 8, Juli. Aus dem Pays de Vaud kommen bedenkliche Berichte, und es ist außer Zweifel, daß man in Lausanne dieZurückführung des Königs nach Paris mit Illuminationen ». s, w, gefeiert hat, >> i>
Zu Abschied 172. (Seite 163 )
>» Die Restitntionsangclegenheit wurde von Lucern bei den uninteressirten Ständen wirklich betrieben,
Zu Abschied 184, (Seite 173, 17k, 177.)
Frauenfeld, 2, Juli 1792, Nach einem mit poetischem Feuer entworfenen Gemälde des Zuzuges »ach Basel führte HerrLandammann Reding von Schwyz den Schutzgcist des Vaterlandes redend ein. Dieser crmahnte, wie natürlich, zur Ein-tracht; aber hauptsächlich dazu, daß man alle Wunden an dem helvetischen Staatskörper heile, alle seine Flecken auslösche,und nicht die thätliche Mithülfe der kleiner» Stände durch den Gedanken trübe, etwas verthcidigcn zu müssen, das ihne»entrissen worden sei. Auch des unbeendigten Zwistchens (Schifffahrtsstreit auf dem Zürichsee), wodurch das gute Vernehme»noch immer gestört werde, erwähnte der Schutzgeist, und verwandelte sich dann plötzlich in die Gnädigen Herren und Obernvon Schwyz, mit Beibehaltung der nämlichen Sprache, Im Eingänge dieser Rede kam der Ausdruck vor, man habe andem eidgenössischen Zuzug ungeachtet einiger Hohnblicke Theil genommen, die auf geringere Kräfte geworfen worden.Landsstatthalter Stockmann, von Unterwalden, bemerkte, ohne daß es widersprochen wurde, daß Biedersinn und eidgenölsilw^Treue eben so gut in den Versammlungen freier Landleute, als in verschlossenen Rathssälcn wohnen können, Namens desStandes Schaffhauscn endlich erlaubte sich Herr Bürgermeister Keller den gewohnten treffende» Eommentar über die eidge-nössische Grußfeierlichkeit, daß es zweierlei Arten gebe, mitverbündetc Staaten sowohl als Privatpersonen tragender Freund-schaft und Liebe zu überzeugen, Worte nämlich und wirkliche Gesinnungen oder Werke, Welche Art dem Geist der eidgenössischeBünde gemäß sei, ließ er deutlich merken, <I4> jj I». 2. Juli, Jemand bemerkte, daß man dem Herrn Barthelemy zu Hände»seiner Nation gerade Alles das anrathcn könnte, was er der Schweiz zu belieben sucht; und diese Bemerkung erhielt von einerandern Seite den Zusatz, Herr Barthelemv habe seinen klugen Rath gerade deswegen den Ständen ertheilt, weil er >»Frankreich keinen Eingang damit finden würde. ll i> jj >>. », Juli, Zu mehrerer Erläuterung über die Kehrordnung soll ich beifügen, daß man allgemein mehr Rücksicht darauf nehme» wollte, daß eine Stadt und ein Land sich jederzeit zur Stcllunllvon Repräsentanten vereinigen, als aber auf die Religion: ich sage absichtlich eine Stadt und ein Land, weil man »