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8 (1856) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1778 bis 1798
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Lauis.

IS. Klöster.

s, Framiscanerkloster.

Art. 363. 1788. Auf die Anzeige des GuardianS der Franciöcaner, daß daS Kloster jährl^3366 Livrcs Einkünfte, hingegen 5671 Livreö Ausgaben habe, so daß die jährliche Ausgabe die Einnah^um 1705 Livres übersteige, zudem das Kloster für ausgeführte Reparaturen 3000 Livrcs schulde undnoch andere nothwendige Bauten bei 15000 Livrcs erforderlich seien, wird von einer Kommission bca»tragt, die Güter besagten Klosters unter hoheitliche Verwaltung zu setzen, was all reterenllum gcnomw^wird. 8 31. >1 364. 1788. Der diesfälligc landvögtliche Bericht wird dem Abschied beigelegt. Dcrsc^geht dahin, der Guardian habe sein Möglichstes gcthan, daß das Kloster nicht in neue Schulden gerateer sei aber von dem Capitel zu Genua entfernt und statt seiner ein Pater angestellt worden, dennichts weniger als einen religiösen Mann nennen könne, und der seinen Mitpatres selbst zu Klagen Anlapgegeben, indem er nächtlicher Weile wie bei Tag Weibervolk" in das Kloster nehme. Auch befindejetzt kein einziger deutscher Beichtvater daselbst, während sich doch viele Deutsche in Lauis aufhalten u»überdies dem Kloster die deutsche Schule übertragen sei. 8 18. 365. 1788. Von dem Landvogteia"^wird berichtet, es habe den General ersucht, Ruhe im Kloster zu schaffen, aber noch keine Antn>aerhalten. Lucern wünscht diese abzuwarten und Frciburg verlangt Verhörung des jetzigen Guardia^'worauf die Jahrrechnung beschließt, daß derselbe vor eine Kommission berufen und befragt werden ^ job er sich der weltlichen Judicatur unterziehen wolle, in welchem Falle er cinzuvcrnchmen wäre. ^thurns Gesandtschaft erklärt, seine Obern hoffen, der Landvogt werde den frühern Guardian zurückberwund einsetzen können. 8 29. ß 366. 1781 Um Einigkeit im Franciscanerkloster zu stiften, wirdMehrheit der Stimmen beschlossen, der Stand Zürich möchte in gemeinsamem Namen an den GciNdas Ansuchen stellen, weder dem jetzigen, noch dem früher» Guardian diese Stelle zu übertragen.nimmt dies all referenllum, wünscht übrigens den nunmehrigen Guardian auf seinem Posten zu "bis die seiner Ehre nachtheiligen Beschuldigungen von dem General, als seinem Superior, untc0seien. Uri und Solothurn begehren, den frühern Vorsteher mit dem Guardianat betraut zu sehen, ^übrigens das Angehörte all rsterenlluw. 8 23. 367. 1782. Der Landvogt berichtet, daß der Gc>^einen neuen Guardian erwählt, womit hoffentlich die Einigkeit wieder hergestellt sei. 8 20.

b. Capuzinerklostcr.

Art. 368. 178«. Da der Landvogt auf Befehl der drei Provisionalorte dem General deszincrordens bei Anlaß der im letzten Juni statt gehabten Visitation des diesseitigen Klosters einezeit gegeben hat, welche 724 Pfund kostete, so trägt jede Gesandtschaft hieran 60 Pfund 6bei. 8 25. 369. 1781. Glarus wünscht, daß in Zukunft keine solchen Bcwirthungen mehr statt hawelcher Ansicht die übrigen Stände beipflichten. 8 20.

I4l. Locales.

ä. Flecken Lauis.s. Jahrmarkt.

Art. 370. 1781. Der glarnerische Gesandte macht einen Anzug, daß die Lebensmittel, insbcs^^der Wein, während des Lauiser Jahrmarktes gleichsam um die Hälfte thcurcr verkauft werden,

Brod dannzumal leichter an Gewicht sein soll, ferner daß die Gesundheitspässe oft an zwei Orten