Januar bis Februar 1798. 293
gähnte Instruction wurde am 3l). Dccember von „Rath und Burger" zu Zürich berathcn, zwar nichtRc einige dagegen waltende sorgfältige Bedenken einstimmig angenommen und Johann Jakob Pcstalutz,kleinen Raths, gleichfalls einmüthig zum Abgeordneten erwählt. Schon am 2. Januar verreistestelbe mit seinem Secrctair Ludwig Mchcr von Knonau zuerst nach Aarau, um sich noch mit densandten über den erhaltenen Auftrag des näheren zu unterreden. Am 7. Januar Abends traf die^cherische Deputatschaft in Rastatt ein. Gleich des folgenden Tages ließen nun beide Dcputirtc ihre^^ehlungöschreiben an den kaiserlichen Gesandten Grafen von Metternich, an die Bevollmächtigten^ fränkischen Republik, die Bürger Minister Trcilhard und Bonnicr, an den preußischen ersten Bcvollwtigtcn Grafen von Görtz und den crzherzoglich österreichischen Gesandten bei der NeichödeputationLehrbach durch das Sccretariat abgeben. Als die Dcputirtcn selbst bei diesen Diplomaten^ Besuche abstatteten, zeigten sie den doppelten Zweck ihrer Sendung an und wurden mit vieler'chkeit und Frcnndschaftsvcrstchcrnngcn empfangen. Betreffend die von französischen Truppen besetzten' 'üm fürstbischöflich basclschcu, mit der Schweiz in Verbindung stehenden Lande erklärte die fran-fl» ^ ^fcindtschaft, ihre Mission nach Rastatt sei durch den Frieden zu Campo Formio einzig auf die^^^^Hcitcn des RcichSfriedcus beschränkt; sofern ihr aber von dem VoUzichungsdircctorinm dersch>v Republik, gegen welches ohne Zweifel von Seite der Eidgenossenschaft über die Mission der
^ kizerhch^ Dcputirtcn Anzeige geschehen sei, ein Auftrag zukomme, wäre sie darüber einzutreten ganztstte diesen Besuchen und dem Inhalt der dabei gepflogenen Unterredungen crtheiltcn die Dcpu-
dxg ^ ^ Tagsatznng in Aaran vermittelst zweier Schreiben (Ste. 277 f.) ausführlichen Bericht. Da wegend>ar/^" heiles der Instruction oder der fürstbischöflich baselschcn Lande keine wcitcrn Schritte möglichBeel"' die Dcputirtcn sich auf den andern Zweck ihrer Mission, nämlich der Wendung der
das zu Rastatt und der etwaigen Beziehung derselben auf die eidgenössische Neutralität und
Nes, . StaatSiutcresse ihre sorgfältigste Aufmerksamkeit zu widmen, womit die Dcputirtcn zugleich
u»h ^ unausgesetzte Bemühung verbanden, die friedlichen Absichten des schweizerischen Staatskörpcrsdas ^ Ersatz (xidgcnchllmschaft, thcils das zu bleiben, was sie sei, thcils auch mit andern Staaten^^uehmcu fortzusetzen, allerorten zu erklären, was insbesondere gegen die höhcrn Gcsandt-id>is/" Gelegenheit geschah. — Während ihres Aufenthaltes glaubten die Dcputirtcn nach den
^lt» 's- ^ Eidgenossenschaft und dem markgräflich badischeu Hause bestehenden freundschaftlichen Verdah^ ^ ^ unterlassen zu sollen, bei dem Markgrafen einen Besuch abzulegen, und begaben sichHost > ""utags den 2l. Januar nach Karlsruhe, wo sie in einem markgräflichen Wagen aus dem Gast-iviede/ . Zur Tafel abgeholt, mit vorzüglicher Achtung empfangen und nach gccndigtcr Mahlzeit
Telea Gasthof zurückgeführt wurden. — Da inzwischen während mchrern Wochen sich keine
^rffe»h^ ^hr>t, in nähere Negociationcn einzutreten, auch bei dem Friedenskongreß keine die Schweiz^Uge,/ ^ Angelegenheiten auf die Bahn kamen, den Dcputirtcn von Hause aus keine weitern Auwei^ä)t werden konnten und überdies der französische erste Bevollmächtigte, Obcrgeueral Bonaparte,
^uselh ^ Rastatt erschien, gingen die Deputirtcn ihre Stände um Zurückberufung an und stellten^te» s^-, dieser Kongreß nicht der Ort sei, etwas für die Schweiz zu crzwcckcn. Die Dcpu
^stcn freundschaftlichen Verhältnisse mit den übrigen, besonders denjenigen Gesandt-
ststsa,^! Eommittentcn mit der Schweiz in Relation standen, fort, vornämlich mit dem bündnerischenPräsidenten Vieli, gleichwie auch die von Seite gemeiner Iii Bünde an das französische Voll-