L94 Januar bis März 1798,
dieses Ultimatums uud in der Uebcrzeugung, cS werde angenommen werden, hatten die beidenordneten gefunden, daß durch die unmittelbar daraus entstehenden Folgen ihre Sendung nach Freib»^gänzlich unnütz werde und nach Ucberlieferung der Stadt in fremde Gewalt ihr Wirkungskreis vblbZaufhöre. Sie hätten demzufolge eine Note verfaßt, welche sie um acht Uhr der frciburgischcn Regierteinhändigen ließen, darin ihre Beweggründe zu beschleunigter Abreise anzeigend, welche zugleich mit dc>»Abmarsch der berncrischcn Truppen stattgefunden habe, nachdem sie vorher noch erfahren, daß derRath auf erfolgte eidliche Erklärung der Unmöglichkeit des Widerstandes von Seite der Officierc wirff^die Capitulationspunkte eingegangen. — Bon dem Abends spät ans Paherne zurückgekommenen AbgeordnetWhß wird die Session umständlich über die mit dem General Brune gehabte Conferenz berichtet, dcrtResultat keine andere als höchst trübe Aussichten für das Vaterland gewähren kann. Dünfus
dreißigste Sitzung, 4. März. Eine bernerischc Deputation macht der Repräsentantschaft die officiclle AnM^daß der tägliche Rath in der heutigen Großrathsversammlung seine Gewalt niedergelegt und sie bisEinführung der im Wurf liegenden neuen Constitution einer aus ihrem eigenen Mittel gewähltensorischen Regierung, von 1115 Gliedern, übertragen habe. II. Scchsnnddrcißigstc Sitzung, 5. ^Der Session wird eröffnet, es seien in verflossener Nacht auf verschiedenen Punkten, vornämlich bei 8^brunncn, unter dem bcrncrischen Corps durch die französischen Truppen wesentliche Niederlagen ongcr>^worden, und der Feind nähere sich mit beträchtlicher Macht von zwei Seiten her der Hauptstadt,nun bei der geringen Anzahl der in und um Bern liegenden Mannschaft und dein unter derselbenmehr sich zeigenden Geist des Mißtrauens und der Unzufriedenheit jeder Versuch einer fernem Destni'^von den unglücklichsten Folgen sein müßte, so haben diejenigen Männer, welche am II. März uubed>"vVollmacht erhielten, mit dem französischen Commandautcn eine (Kapitulation für die Stadt und den Ca»t^Bern abzuschließen, bei ihren Eiden allseitig gefunden, daß die Stadt Bern nur durch (Kapitulation-retten sei. Im Begriff, zu selbiger zu schreiten, wird von bcrncrischer Seite der Wunsch geäußert, smmit Zuzug einiger Repräsentanten thnn zu können, worauf einmüthig Whß und Amrhhn hiezu bczo^werden. — Nach der Rückkunft berichten diese beiden Abgeordneten die Session über die unter ihrer -NWirkung mit dem General Schauenburg geschlossene (Kapitulation, welche durch einen bcsondcrnsämmtlichcn eidgenössischen Repräsentanten uud Kricgöräthen freien Abzug in ihre Heimat gestatte-der Wirkungskreis der Repräsentantschaft nunmehr gänzlich aufhören muß, auch in den Wünschen des ffzösischcn Gcncralcommandos baldige Abreise der Repräsentanten zu liegen scheint, wird einmüthig beseb^'noch diesen Abend Bern zu verlassen.
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Mission auf den Neichsfriedenscongreß zu Rastatt.
7. Januar bis 11. Februar 1798.
ITtaatKarchj» Zürich. >
Am 29. Deeember 1797 war der Stand Zürich von der zu Aarau befindlichen Tagsatznng ausübtworden, neben dem bereits von den Ständen Bern und Solothurn und der Stadt Biel nach ^ ^abgeordneten Dcputirten Carl Ludwig Tscharner, des täglichen Raths zu Bern, diesen Frffdc"^^^auch durch eine Dcputatschaft zu beschicken, in der Meinung, daß beide Magistrate als gcmcineidgcn l ^Deputirtc accreditirt und mit einer gemeinschaftlichen Instruktion versehen würden. Diese auf