Januar bis März 1798. 293
ungefähr zu gleicher Zeit auch der auf dem Tscharandberg befindliche solothuruischc schwache Vorpostenfeindlicher Uebcrmacht zurückgetrieben wurde, daß endlich, wiewohl noch unverbürgt, behauptet werde,Erstem sei in französische Hände gefallen. Diese Nachricht wird dem Abgeordneten Whß durch Extra-Kurier abschriftlich mitgcthcilt und ihm zugleich gemeldet, da in andern schweizerischen Grcnzgcgendcn, in^en Nähe sich französische Völker befinden, keine Feindseligkeiten vorgehen, sondern man vielmehr höre,Usi mehrere durch den General von Erlach bereits zum Vorrücken gegen die Franzosen beorderte Truppcn-die gemessensten Befehle zum einstweiligen Rückzüge und gänzlicher Unterlassung aller Hostilitäteugalten haben, so seien die Repräsentanten nicht ungencigt anzunehmen, die Vorfälle im Solothurnischen^cil xhn Mißverständnissen, oder eigenmächtigem Benehmen untergeordneter Militairstcllcn zuzuschreiben,un als Vorboten eines nächst bevorstehenden Angriffes auf die Stadt Solothurn anzusehen. — Unerwartetdie beiden Abgeordneten nach Freiburg von da zurück, über ihre kurze Mission eine schriftlicheerstattend und dieselbe noch mündlich erläuternd. Es ergibt sich daraus Nachstehendes: Schon^ Abend zeigte sich aus verschiedenen Privatgcsprächen, daß die Nacht auf den zweiten März unruhig^ cn dürfte und wirklich sei die Rcpräsentantschaft um zwei Uhr Morgens zuerst durch wiederholte^^^uschüsse hernach durch den Gcneralmarsch aufgeweckt worden. Während man MuthmaßungcnUnd" ^ wahre Ursache dieses Allarms sich hingab, wurde um drei Uhr die große Sturmglocke angezogen,s ^kich darauf erschien eine Standcsdeputatschaft mit dem Ansuchen, daß sich die eidgenössische Abordnungd? ^ gemeinsame Sitzung des geheimen Rathcs und des Kricgöraths begeben möchte. Hier ward<!urü^" eröffnet, es habe ein starkes französisches Corps mit Artillerie die Vorposten überfallen undgedrängt, welches Corps nun wirklich vor den Stadtthorcn stehe. Nach Ablesung einer von demsei senden General Pijou an die Civil- und Militairgcwalt in Frciburg ergangenen Aufforderung^ der General Affrh an den französischen Befehlshaber abgeschickt worden, um ihm verschiedeneH ^^"ugen zu geben. In der hierauf statt gehabten Umfrage wurde nun cinmüthig beliebt, neunau°>e !>^' "üblich drei aus der Regierung, drei aus der Bürgerschaft und drei aus den Landes-^chi ssen an Pijou abzuschicken und ihm anzutragen, daß er seine Forderungen beschränken möchte,s ) der Stand Frciburg schon lange an seiner Regeneration eifrig arbeite und dessen Regierung sich^^wcr Zeit provisorisch erklärt habe, weil Z) Niemand in Frciburg wegen politischer MeinungenMit ^straft worden sei, und weil 3) bereits in der gestrigen Großrathösitzung erkennt ward,
kW General Brune in Unterhandlung zu treten, bei welchem sich wirklich jetzt ein eidgenössischer,, tant definde. Die Mehrzahl der anwesenden Militairpcrsoncn über ihr Befinden wegen der
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^kpr's^ ^^kral Brune in Unterhandlung zu treten, bei welchem sich wirklich jetzt ein eidgenössischer^kPict"^^ definde. Die Mehrzahl der anwesenden Militairpcrsoncn über ihr Befinden wegen der5klbst > ^ Widerstandes befragt, erklärte, daß es ihnen ganz unmöglich vorkomme, in der StadtDefension von Wirksamkeit zu leisten und eben so schwer möchte es sein, einen Ausfall zu«Ug ^ Stellung auf dem Galgcnbcrg, deren sich die Franzosen bemächtigt, das Dcbouchircn
bieg H^uptthoren, durch welche der Ausfall geschehen könnte, ganz verhindere und bestreiche. Alles^lill ^ Abgeordneten bald bewiesen, daß die Nathsvcrsammlung zur Ucbcrgabc und zu bcst-Meujas^ ^^^rcinkunft dem französischen Commandantcn geneigt sei. Daher sie sich entschlossen,^athu^ Resultat der Unterhandlungen mit Pijon abzuwarten, sich aber in keine weiter»
«Uß fü ^ mischen. Nach anderthalb Stunden seien die neun Abgeordneten zurückgekommen, einrbeu ^tikcln bestehendes Ultimatum mit sich bringend, welches ohne weitläufigen Rathschlag der"Mnienberufenen Räth- und Burgcrversammlung überwiesen ward. Bei Prüfung des Inhalts