286
Januar bis März 1798.
französischen Geschäftsträgers in Basel an den Stand Bern Mitthcilung gemacht, welche ein Dccrct dcsDirectoriums enthält, worin selbiges kategorisch Auskunft verlangt, ob Bern wirklich Befehl gegeben,Truppen gegen Frankreich zusammen zu ziehen und ob es GcmeindSvorgesctzte habe arrctircn lassen,welche sich geweigert hätten, die Waffen gegen die französische Republik zu. ergreifen. Dieser Anze>^wird das Antwortschreiben der bcrncrischcn Regierung beigefügt. I». Achte Sitzung, 9. Januar.von Bern zu crthcilende Erwiederung auf ein abermaliges Schreiben des französischen Geschäftsträger,welches eine Amplification des von dem Vollziehnngsdircctorium unter dem 8. Nivose in Absicht auf ^Waatland genommenen Beschlusses ist, erhält cinmüthigcn Beifall, nur äußern die Repräsentanten benWunsch, diese Erwiederung möchte durch die Tagsatzung an Mengand abgeschickt werden. I. NeM^Sitzung, 11. Januar. Da in Folge der über die gestern veranstaltete Eidleistung in den welschen Landeneingckommenen mißlichen Berichte der geheime Rath morgen dem großen Rath den Antrag hinterbringtwird, gcmeincidgcnössische Abgeordnete nach Lausanne zu senden, beschließen die Repräsentanten einniüth'g'dem Stand Bern in einer Note anzuzeigen, unter welchen Gesichtspunkten sie einem Ruf dieserrücksichtlich der von der Tagsatznng erhaltenen Instruction und Vollmacht entsprechen können. Ii. Zehn^Sitzung, 13. Januar. Nach Verlesung der von dem Stand Bern erhaltenen Gcgcnnotc werden Whß NNRcding nach Lausanne abgeschickt und jedem derselben ein Patent zugestellt. I. Eilfte Sitzung, 15. Jan»^'Der berncrischc Kricgörath wünscht, da im Fall eines nnvcrmuthctcn Einrückcnö der Franzosen ein st^Plan zur allgemeinen Beschützung des Landes unumgänglich nothwendig sei, möchte der Oberst Tsch^nach Solothurn abgeschickt werden, um sich dort mit dem Commandanten Gibclin zu unterreden. ^Repräsentanten billigen diese Besprechung, begehren aber, daß das fragliche Project ihnen znr Genehmigtvorgelegt werde. »». Zwölfte Sitzung, lli. Januar. Eine Zuschrift der zwei nach Lausanne gesa"^'Abgeordneten wird den beiden Standcshäuptcrn in Bern, wie auch der Tagsatzung mitgethcilt. ^ ^berichtet der Oberstcommissair Manuel über die fortgesetzte Bewachung des Schlosses Chillon durchGarnison und ein Dctachcmcnt der Bürgcrwachc von Vcvah, auch daß dem Obersten Weiß, als ^des gesammtcn waatländischcn Militairs, befohlen worden sei, Chillon „der hohen SouveränitätBern ausschließlich zu behändigcn" und alles anznwcndcn, um die Ruhe wieder herzustellen. Auch ^ ^wird der Tagsatzung in Aaran Kenntnis; gegeben, i». Dreizehnte Sitzung, 17. Januar. Die Repemtanten hören eine Zuschrift der Abgeordneten nach Lausanne an und lassen daS derselben be>issSchreiben an den Stand Bern durch einen Secrctair dem Aintöschultheiß einhändigen. In diesem letzvon welchem die Repräsentanten eine Abschrift erhielten, geben Whß und Rcding ihre Verwunde 'zu erkennen, daß Generalcommandant Weiß den Befehl erhalten habe, zur Wiederherstellung dermilitairische Vorkehrungen zu treffen, und suchen in Rücksicht auf den Zweck ihrer Sendung ^Rath und freundschaftlichen Vorstellungen einzuwirken", den Stand Bern zu überzeugen, wie unter t»eUmständen ihre Gegenwart keinen Nutzen mehr bringen könne. — Abends um 9 Uhr wird der Rcpscntantschaft durch den Rathöschreiber Thormann über die heute durch den geheimen Rath ge"^ .Verfügungen betreffend das Waatland relatirt. «». Vierzehnte Sitzung, 18. Januar. Die RcpräscnlnNmachen hicvon sowohl der Tagsatzung als den beiden in Lausanne befindlichen Abgeordneten Mitthei np. Fünfzehnte Sitzung, 19. Januar. Oberst Tscharner, von Aaran zurückgekehrt, schildert die ^des Vaterlandes in den lebhaftesten Farben und wird hierin durch den Repräsentanten von Solstnachdrücklich unterstützt, auch geben Beide zu bedenken, daß die Cantone Bern und Solothurn G