Januar bis März 1798. 285
in der Sitzung des geheimen Rathcs, zu welcher sie gezogen worden waren. Einmüthig wird nun^ Beschluß gefaßt, daß ihnen einige Glieder dieser Behörde zu gemeinschaftlicher Berathung beigegeben^rdcn sollen. ?». Zweite Sitzung, 3. Januar. Die hicfür bezeichneten alt Landvogt von Frisching undbercommissair Manuel beratheu sich mit den Repräsentanten über folgende Punkte: 1) Ob die Gesin-nungen der Stände nicht in einer Proklamation, namentlich dem Welschland, bekannt zu machen seien;^ ob nicht von Seite der Repräsentanten eine Empfehlung des Ergucls, Münsterthales u. s. f. „beion Behörden" am Platze wäre? Mit Bezug auf den ersten Punkt hält man für das zweckmäßigste, diegsatzung in Aarau um eine Erklärung in gemcincidgenössischem Namen anzusprechen, betreffend den^iten wird einmnthig gefunden, man müsse sich an untergeordnete Stellen nicht einseitig wenden, wohlor seien der Tagsatzung die fraglichen Lande zu empfehlen. <?. Dritte Sitzung, -1. Januar. Die Rcprä-," unten halten dafür, wenn keine neuen beunruhigenden Ereignisse erfolgen, könnten sie den Stand Bernk'Ner motivirten Note um ihre Entlassung bitten. — Von dem solothurnischcn Repräsentanten wird^Meldet, daß französische Beamte und untergeordnete Personen sowohl solothnrnische als berncrischeUnd ^ verführen suchen, worauf cinmüthig gefunden wird, wenn man sich deshalb freimüthig
würdig an den französischen Geschäftsträger in Basel wenden würde, wäre vielleicht noch einigerWIg zu hoffen. Man könne demzufolge einen solchen Schritt versuchen, welcher aber durch die Tag-^ "g zu Aarau in gcmeincidgcnössischem Namen geschehen müßte. «I. Vierte Sitzung, Nachmittags,den ^"^vgt von Frisching bemerkt mündlich, das neueste Dccrct des französischen Direktoriums aufkill ^ beziehend, welchen dasselbe den Bcrncr- und Freiburgcrangehörigcn angedcihcn lassen
^ ' habe in der Waat, besonders zu Lausanne, eine ziemlich bedeutende Zahl Einwohner verleitet, dem^ "Kalrath zwei Petitionen um Wiederherstellung ihrer Rechte einzugeben, wovon die eine an dier- Regierung, die andere an das französische Direktorium gerichtet sei. Die vorläufigen Maß-
n der bcrncrischcn Regierung bestünden in einer Verstärkung der in Lausanne befindlichen Standcs-^ ation, welche neue Abfindung zum Zwecke habe, die Annahme dieser Petitionen durch den großenbat ^ Susanne, dem sie bald vorgelegt werden sollen, zu verhindern, sowie das waatländischc Militairüber^'^' compagnicnwcisc zu versammeln und zwar bloß, um dem Volke angemessene Vorstellungentthal ^ gegenwärtige Lage der Dinge zu machen, auch von demselben eine bestimmte Erklärung zusie « ^ ^en Repräsentanten werden gegen diese VcrsammlungSart einige Bedenken erhoben, alleinDa ^ beruhigt durch die Acußcruug, daß man auf diese Weise des Volkes am sichersten sei.^nn Schwhz, Ob- und Nidwaldcn mit Bezug auf das Waatland ohne Instruction sind,
Kitt hierüber nicht näher eintreten, sondern ersucht die fraglichen Gesandtschaften bei ihren Eom-ber bestimmte Verhaltungsbefchlc einzuholen, v. Fünfte Sitzung, 5. Januar. Auf den Wunschbvn l? Abgeordneten des geheimen Raths, daß die in Bern befindlichen eidgenössischen Repräsentanten^gsatzung begwältigt werden möchten, in den welschen Landen, oder wo sonst ihre Gegenwart^wken^'^ könnte, in der Eigenschaft von gcmcincidgenössischcn Rathgcbcrn aufzutreten und cinzu-^tant' diesem Sinne nach Aarau geschrieben, f. Sechste Sitzung, 7. Januar. Der Rcprä-
'hrer n Biburg frägt an, ob nicht ein Schritt bei der französischen Regierung, die Schweiz inSfipr-. ^^"gigkcit und bei ihren Regicrungsformcn zu belassen, gethan werden sollte. Die übrigen^rau?^er Freiburg möchte solches am schicklichsten durch seine Gesandtschaft in
^wirken. Siebente Sitzung, 8. Januar. Es wird der Tagsatzung von einer Depesche des