jgy September l792.
des Bündnisses von l777 ihre Auslieferung verlangt worden. Später seien „die Aufrührer einesschlimme Beispiele verführten Regimentes" gewaltsam der Strafe entrissen, endlich sogar das bcrnerWRegiment von Ernst verräterischer Weise mißhandelt und entwaffnet worden. Aehnlichc Unfälleden übrigen Schwcizcrtruppcn gedroht. Man habe dieselben zum Besuche verderblicher Clubs ^Befehle« ihrer Landesobrigkcit zuwider aufgemuntert, ja durch hunderte gefährlicher Mittel zur Mcntc^gereizt, und überdieß sei in mehrern Cantoncn vermittelst Absendung von Emissaricn, Ausstreuung ^Schandschriften und durch alle Künste der Bcrläumdung Aufruhr gestiftet worden. Ungeachtet all' di^Kränkungen habe beim Ausbruche des Krieges die Eidgenossenschaft mit Gelassenheit und ihren Sta^grundsätzen getreu auch gegen Frankreich die genaueste Neutralität uicht nur erklärt, sondern gewissen^"beobachtet. Allerdings hätte man von Seite der französischen Nation ein ganz anderes BenclM^erwarten sollen, um so mehr, da in dem nämlichen Zeitpunkte die Schwcizcrtruppcn ein ausgezeichnetvielleicht einziges Beispiel von Subordination gegeben, auch aller Orten unparteiisch, nach dem Bcst^ihrer eigenen Obrigkeit, die öffentliche Ruhe zu schützen gesucht. Allein Frankreich habe der jetzigen, ^der seit Jahrhunderten geleisteten treuen Dienste bald vergessen und am ll). August sei die Schweizerg^das unglücklichste Opfer der Erfüllung ihrer Dienstpflicht und eines standhaften Muthcö geworden,an jenem Tage zahllose und rasende Haufen die Tuilerien bcranntcn, wo diese Garde, ihrer Pflicht "den deutlichsten Befehlen der constitutionömäßigcn Gewalt zufolge, das Schloß hcldcnmüthig vertheid'^'aber größtcnthcils ihr Leben einbüßen mußte. Auch die Entwaffneten, mehr als sechzig au derseien ohne Schonung niedergemacht worden und andere wehrlose Schweizer vielleicht bloß, weil sieNamen trugen, durch Blutdürstige gefallen. Man habe verschiedene Officiere und Gemeine, die ^glücklicher Zufall gerettet, oder welche die Hand der Würger verschont hatte, in Gefängnisse gelegt""jetzt, wer sollte es glauben, dürfe schamlose Vcrläumdungösucht jener kleinen Schaar von kaum achthn"^tapfern Eidgenossen einen tollkühnen Angriff auf so viele Tauscnde andichten. Weit entfernt aber, ^die Garde zuerst gefeuert, seien vielmehr nach den glaubwürdigsten, durch eidliches Zcugniß bekräftig^Nachrichten vier Kanonenschüsse auf das Schloß gcthan worden, ehe von Schweizcrseite ein einzigergeschehen. Vollends sei unterm 20. August die schimpfliche Entlassung aller Schwcizcrtruppcn erM'und man habe denjenigen, die in Nationaldicnst treten würden, hinterlistiger Weise Belohnungensprachen, auch seither durch die mannigfaltigsten Vcrführungskünste und Drohungen die Soldaten ^Untreue zu verleiten gesucht; ja Viele mußten, gleichsam gezwungen, ihre Fahnen verlassen. Undnicht jeder Wohldenkcndc mit Entsetzen erfüllt werden, wenn er hört, daß in der Nacht des 2. ScPlO"die Kerker erbrochen und ein Thcil jener gefangenen Gardcofficicrc und Soldaten mit unmcnsch^Wuth gemordet wurde.— Nach sorgfältiger Bchcrzigung der Gefahr, welche aus der aufgelösten ^fassung Frankreichs und der an ihrer Stelle herrschenden Verwirrung und bewaffneten Zügcllosigke't l"die Schweiz noch erwachsen könnte, erneuern die Gesandtschaften, Namens ihrer Hoheiten, die Vcrsi^rung, laut der eidgenössischen Bünde, einander im Nothfall mit Leib, Gut und Blut beizustehen,versprechen sich überdies;, daß jedes Glied der Eidgenossenschaft mit Eifer alle Anstalten treffenum dieser heiligen Bundcspflicht auf die erste Mahnung hin schleunigst Genüge leisten zu können, "in der sichern Hoffnung, es werden diese Maßnahmen das kräftigste Mittel sein, unter Gottes maäst^Schutze das friedliche Vaterland in Sicherheit gegen feindliche Anfälle auf Religion, gute Sitten, .fassung, Ruhe und Wohlstand zu erhalten. 8 9. It.. In Bezug auf die dcrmaligc Suspensiv"