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September 179Z.
verantwortlich machen. Von der solothurnischen Gesandtschaft wird das Verlangen geäußert, daßConvention als nicht geschehen angesehen werden möchte. Nachdem die Gesandtschaft von Biel sich gsg^Bern entschuldigt, zeigt sie an, welche Vorkehrungen man daselbst zu Beschulung der Grenzen undinsbesondere von Pierre Pertuis getroffen. Einige Tage hernach verlangt die Gesandtschaft von Bern,sich auf eine neue Instruction stützend, daß zu mehrerer Sicherheit der Grenzen Pierre Pertuis und dieübrigen Pässe im Erguel und Münsterthal mit eidgenössischer Mannschaft hinreichend besetzt werden, welchesden benachbarten Cantonen zu übertragen wäre. Die Gesandtschaft von Biel wiederholt die bereits gcthanenAcußerungcn, diejenige von Bern beharrt aber um so mehr auf ihrem Wunsche, als der über diesesGeschäft zu Biel im Druck erschienene Bericht deutlich zeige, daß die Stadt eine Uebcrcinkunft geschlossenhabe, deren Gültigkeit Bern so wenig, als Lucern, Freiburg und Solothurn, die drei andernverbündeten, anerkennen könne. Die Konferenz, welche zwar auch wünschen muß, jener Schritt wäre vonBiel nicht geschehen, findet den Umständen angemessen, genannter Stadt nachdrücklich zu empfehlen, ^Anwendung aller ihrer Kräfte jene wichtigen Pässe sicher zu stellen, und wenn dies ihr unmöglichsollte, die angrenzenden Stände um schleunige Unterstützung zu ersuchen. 8 7. 1». Die Repräsentantin Basel theilcn die Antwort des Kaisers auf die Neutralitätserklärung mit, die ihnen durch den Residentvon Greifcncgg vertraulich zugestellt worden war, und zeigen zugleich au, daß sie im Einverständnis!dem Dreizchncrrath in Basel an den am Obcrrhcin commandircndcn General Fürsten Esterhüzh otDeputatschaft nach Freiburg abgeordnet haben, um denselben von einem allfälligcn Durchzug über Bastgebiet durch alle möglichen Vorstellungen abwendig zu machen. Bei diesem Anlaß wird von der basclsch^Gesandtschaft folgende Jnstrnction in den Abschied gelegt: „Da vom Wicncrhof eine Antwort angelt^sei, müsse ihr Stand darauf dringen, daß die auf die Neutralität bezügliche Erwiederung des französisch^Botschafters sowohl der kaiserlichen Majestät als dem Fürstbischof von Basel mitgcthcilt, eine Rcchal^an Erstcrc und den Köllig von Preußen abgegeben, auch an die benachbarten Generale deshalb geschrieenund die preußische Majestät ersucht werde, ein Vorwort bei dem Kaiser zu beförderlicher NeutralitätZusicherung für die Eidgenossenschaft einzulegen. - In gleichem Sinne wäre an den König von Sardinienund an die Krone England zu gelangen." In Erwartung dessen, was die eidgenössischen Obrigkeitselbst über das obcrwähntc Schreiben des Kaisers verfügen werden, findet die Konferenz lediglich fürdie Repräsentanten zu ersuchen, von dem Erfolge der Abordnung an Estcrhüzh baldigst Nachricht zu g^Nwas am zwcitfolgcndcn Tage geschah. Aus dieser Relation schöpft die Konferenz viele Beruhigung thält für nöthig, dem Fürsteil die gütige Aufnahme der schweizerischen Dcputatschaft höflichst zu verdaut'In Folge des von Solothurn mit größtem Nachdruck erneuerten Gesuches, seine Grenzen sicher zu stelle"'gibt die Session den Repräsentanten in Basel cinmüthig den Auftrag, die beiden im oberrheinisch^Departement und im Bisthum Basel commandircndcn Generale um gänzliche Befreiung der fürstbischtlichcn Lande von französischen Truppen zu ersuchen. Inzwischen war das obenerwähnte k. k. Sch"'^an die Eidgenossenschaft, begleitet von einer nachdrücklichen Zuschrift des Residenten von Greifcncgg, ^Vorort wirklich zugekommen und sämmtlichcn Ständen und Orten ohne weitem Antrag mitgcthcilt worde"'weil man die Konferenz für beinahe beendigt hielt. Das kaiserliche Schreiben lautet:
Edle. Ehrsame. Gestrenge, Beste, besonders Liebe! Ucber den Entschluß den die sämtlichen Stände der Löbl. EydgenAeschaft und zugewandten Orte gefaßt und unter dem lt. su»u d. I. in einem eigenen Schreiben uns eröfnet haben, daßm dem Kriege mit Frankreich zwischen den Kriegführenden Mächten die vollkommenste Neutralität beobachten wollen, HK »^l.dermaliger Geschäftträger in Basel Unsere Gesinnungen zum Theil Euch bereits eröfnet und die sämtlichen Stände der