Juli 1792, 181
^legt und einen neuen Zolltarif erlassen habe, während früher das Elsaß in Comniercialsachen den inncrnBinzen gegenüber für fremd angesehen worden sei. Mühlhauscn habe für allcö Ein- und Ausgehendek>nen Zoll bezahlt und besitze hiesür ein Arröt vom 3. Oktober 1689; am 39. August 1769 habe esVilich deö LederS eine Convention gemacht, und für seine Jndicnnefabrikcn am 23. Februar 1786^ Arrst erhalten. Von der Stadt seien wegen der vorhin bemerkten Beeinträchtigung im Octobcr 1799kbutirte nach Paris geschickt worden, allein das Elsaß und die Fabriken im Innern Frankreichs hätten^ das mühlhausischc Begehren Einwendungen erhoben, worauf das Lnmits ,lo Lninmerce wie das^"Ut6 den Dcputirteu vorgeschlagen, Mühlhauscn möchte selbst Propositionen machen und
die Stadt, als ein independenter Stand, zu einem vorläufigen Tractat mit dem König und seinem^ssterium an dieselben gewiesen worden. Nachdem die Depntirtcn zu Einholung neuer Instructionen^bril 1791 wieder nach Hause gekommen, habe die einberufene Bürgerschaft, so zu sagen cinmüthig,' ein Commcrcicntractat mit Entrichtung gewisser jährlicher Commcrcicngcbührcn, jedoch ohne^ ^ Jndepcndenz der Stadt, wäre jenem Tractat vorzuziehen. Endlich sei am 22. Septemberund Convention von dem königlichen Commissar und den mühlhausischen Deputirten unterschriebendesiegelt worden. Da indessen bald wieder Einwendungen erfolgten, habe man dieser Conventionge neue Artikel beigefügt, die am 15. März 1792 in der nämlichen Form unterzeichnet wurden, allein>. der vielen bis dato vorgefallenen bedenklichen Ereignisse hätten die Deputirten die Convention noch^ durch Pix Nationalversammlung ratisicircn lassen können. Ucbrigcns sei der freie Handel der StadtDsst unterbrochen worden. — Mit Bezug auf die Kriegserklärung Frankreichs gegen das Hauserstv^^ und die kritische Lage Mühlhansens, wenn sich „das KricgSfeucr" bis an den Oberrhcinkuen sollte, bemerkt der Gesandte, es habe seine Vaterstadt in dergleichen Zeiten immer zu denStänden, insbesondere zu den beiden Vororten Zürich und Bern, Zuflucht genommen, die' ' ^s einem neutralen zugewandten Ort, zwei eidgenössische Räthe, wie auch hundert MannSchutze gesandt haben, welcher Zuzug wegen des Durchpasscs durch das Elsaß auch imund ^ vorbehalten sei. Bis jetzt wäre zwar in der Nachbarschaft Alles ganz ruhig geblieben
^ über die National- und Linicntruppcn, die in die umliegenden Dörfer gelegt worden und zu mehrcrncim ^ Mühlhauscn gezogen seien, hätte man sich nicht zu beklagen, und nur wenn obige Umständesollten, gedenke die Stadt, bei den Ständen Hülfe zu suchen. Sämmtlichc Gesandtschaftenläßt " den mühlhausischen Deputirten nachdrücklich ein getreues eidgenössisches Aufsehen zu, auch
'Uan den Vortrag Hofcrs zur Einsicht der Hoheiten in den Abschied fallen. H 17.
Zürich, Bern, evangelisch Glaruö, Schaffhausen und Außerrhoden,^ren ' uwhrern Jahren genoß die Schwcizerbrigade im Dienste der vereinigten Niederlande gleich^tüh ^^"ultrnppen für die Untcrofficicrc und Soldaten eine Soldzulagc, welche wöchentlich zwölfst^ij ^ ^trug, wenn die Regimenter in den Provinzen und sechs, wenn sie in den GencralitätsplätzcnSgih ^urcn. Nun sei diese tcmporairc Zulage für die Nationaltruppcn in eine wirkliche wöchentliche^Ugea^^'^ Stübcrn verwandelt worden, der Schwcizerbrigade aber keine Erwähnung geschehen,
^ Obersten „bei Jhro Hochmögcndcn den Herren Gcneralstaatcn" in einem ausführlichenBeibehaltung dieser Zulage sich kräftig verwendet hätten. Zürich wünscht daher instructionS-schreih' ^ möchten die Stände selbst das Begehren der ganzen Brigade durch nachdrückliche Vorstellungs-^ bei den Herren Gcneralstaatcn sowohl, als bei dem Prinzen von Oranien unterstützen. Die
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