Druckschrift 
8 (1856) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1778 bis 1798
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

72

April bis Juli 1782.

sich keine Willkürlichkeitcn erlauben können, auch alle Amtleute zu Stadt und Land bei ihrer ErncnnuHzu erinnern, die gcflissenste Uneigcnnützigkeit zu beobachten; 4) sobald als möglich die in neuerer Zeit >«die sonst sehr wohl eingerichtete Staatsverfassung sich allfällig eingeschlichenen Mißbräuche abzuschaffenOdet verdankt diesen Rath, und die Ill örtischen Gesandten eröffnen, gleich nach Annahme desselbenwerden sie der freiburgischcn Negierung eine schriftliche Erklärung zu gutfindcnder Publication zustellendahin gehend, die lll Stände werden die Regierung jederzeit gegen ungemcsscne Abforderungcn ddConstitutionstitcl mit allen Kräften schlitzen und in ihrer rechtmäßigen Autorität haudhabcn. s. Vitt'undzwanzigste Sitzung, 19. Juli. Die von Freiburg wieder angelangten Gesandten dieses Standes thn"kund, daß der freundcidgenössische Rath in allen Punkten angenommen und wirklich beschworen worde»sei, auch hätten sie den Auftrag, den Illörtischen Gesandten flir ihre zu Wiederherstellung der Ruhunverdrossen an den Tag gelegten Bemühungen den verbindlichsten Dank abzustatten. Die letztem übergeben nun die verheißene Erklärung, welche nach ihrer Ansicht der Bürgerschaft durch einen Ehrcnaussch^der Regierung in den Panncrversammlungcn übermittelt, auf der Landschaft aber in gewohnter WciÜpublicirt werden sollte.

«8.

Conferenzialverhandlung.

Murtcn, 1. Mai bis 20. Juli 1782.

ITtaat»<>rchiv Bcrn.1

Gesandte: Die Gleichen wie auf obiger Konferenz.

Die Gesandteil von Bern, Lucern und Solothurn treten gleich den im letzten Jahre zu Frcibutgconfcrirendcn Repräsentanten zu folgenden Separatsitzungen zusammen.

Erste und zweite Sitzung, 1. Mai. Nachdem die illörtischen Gesandten durch diejenigenFreiburg in den vierzehn ersten Sitzungen der lVörtischen Konferenz über die ganze dortige Sachlagebelehrt worden waren, besprechen sie sich in diesen zwei ersten Separatscssioncn über die Ausgleichung dttStandcsfamilicn. I». Dritte Sitzung, 3. Mai. Verhandlungsgcgcnstand: Die Beschwerden der Landschaft« . Vierte Sitzung, 7. Mai. Man beschäftigt sich dießmal mit dem störrischen Betragen der frciburgischc»Bürgerschaft, besonders der sogenannten Kleinbürger oder der eigentlichen Hintcrsäßcn. ,1. Fünfte Sitzung,16. Mai. Es wird der Entschluß der freiburgischeu Regierung betreffend die Erwählung von Eommiffttund die Veröffentlichung der auf die Verfassung bezüglichen Titel besprochen, v. Sechste Sitzung, 22. MabVorlegung einer in Folge eingeholter Verhaltungsbefehle bei den Hoheiten von dem LegationssccrctaÜabgefaßten Antwort hinsichtlich obigen Entschlusses. L. Siebente Sitzung, 3. Juni. Die Session findetnöthig, die freiburgischcn Gesandten zu befragen, ob die eingetroffenen Commissen von der Regierungautorisirt seien. K. Achte Sitzung, am gleichen Tage. Mau kömmt übcrein, den Commissen mit Gütezu begegnen, „so zu sagen nur aus Einem Munde zu reden", und sie wo möglich zu bewege», von dttForderung der Titel abzustehen und ihre Beschwerden zu articuliren. I». Neunte Sitzung, 4. Juni. Aerscheinen die Commissen der Bürgerschaft und acht Ausbürgcr, als Ausgcschosscnc der alten Landschaft si<berklärend, welche nun angehört werden. (Am 8. Juni wurden die berncrischcn Gesandten berichtet, daß ei»Libell, betitelt: „Sammlung aller Vorstellungen der Bürgerschaft zu Frciburg", zu Bern unter der Preßsei ertappt und supprimirt worden, auch daß daselbst die Vcrmuthnng obwalte, der Autor sei ein Frciburgtt-Zugleich werden sie beauftragt, solches den freiburgischcn Gesandten unter Zustellung des Manuskripts Z"