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April bis Juli 1782.
Tribunale, von welchen das Glück oder Unglück eines jeden Unterthanen besonders abhänge, anbcgeh^lk.. Sechzehnte Sitzung, 6. Mai. Auf die Anzeige, die Commissen der Bürgerschaft seien fest entschlösse»-sich nicht mehr zu melden, wenn ste nicht in dieser Eigenschaft anerkennt würden, nnd auf den von de»freiburgischeu Gesandten gegen ihre College» ausgesprochenen Wunsch, sie möchten nach Frciburg komuie»-„wo sich allerhand bequeme Gelegenheiten etwa zeigen würden, diese Leute zu vernehmen," erklären d>>Gesandten cinmüthig, der Einladung nicht willfahren zu können, wohl aber fragliches Ansuchen nach Hau!»berichten zu wollen. (Den 15. Mai Abends bekommen dieselben Kenntniß von einem Schreiben a»>'Frciburg an dessen Gesandte, woraus hervorgeht, daß man sich daselbst entschlossen habe, vorauögesetzl-daß die ill örtischen Gesandten dazu ihre Approbation crthcilen, sowohl der Bürgerschaft als der Landschaft durch die Bcnner erkläreil zu lassen, cS stehe ihnen frei, Jemanden nach Murten abzuschicken, autdaß zur Belehrung des Publikums alle auf die Staatsverfassung bezüglichen Titel gedruckt erscheinen solle»Den 23. gl. Mon. geben die Illörtischen Gesandten die Erklärung ab, „zum Besten der Sache" d»Ausgeschosscnen in der Qualität als Commissen anhören zu wollen und sprechen instructionsgemäß da»Begehren aus, daß ihrer in besagter Druckschrift keine Meldung geschehe.) I. Siebzehnte Sitzung, 3. Im»Mülincn befrägt die frciburgischen Gesandten, ob die Commissen, die um eine Audienz gebeten, sich in>>Genehmigung der Regierung angemeldet, und ohne Bedenken angehört werden können, was beides beja^wird. i»». Achtzehnte Sitzung, 5. Juni, lieber die am Tage zuvor stattgehabte Unterredung der Iii örtische»Gesandten mit Advocat Richard und dl. Monnerat, welch' crsterer Namens der Burg- und Platzpannc»und der Ausgeschosscnen der alten Landschaft, letzterer für die Au- lind Ncustadtpanncr handelte, erfolgteine Berichterstattung, aus welcher hervorgeht, daß die Bürgerschaft aufs Neue Vorweisung der Const»tutionstitcl, insbesondere desjenigen von 1-1(14, wünsche, sich über die Verstärkung der Stadtwache durchLandlcutc, hauptsächlich über die Umringung der Barfüsserkirchc mit Truppen am lctztjährigen Johannes'tag beschwere, da doch die Bewachung der Stadt jederzeit den Bürgern obgelegen habe; endlich daß diealte Landschaft, sich über die Fuhrleistungcn beklagend, die diesfälligcn Documcnte einzusehen verlang»'Den Gesandten sei es gelungen, die Commissen einigermaßen zu beruhigen, so daß diese die Versicherungabgaben, ihren „Konstituenten" die Sache zu hinterbringen, auch alles anzuwenden, damit die Bürgelschaft ihre Beschwerden articulire. ( Am 9. Juni legte der frciburgische Legationösccretair ein Schreibe»der geheimen Commission an seine Gesandtschaft vor, die Anzeige enthaltend, daß vorgestern bei de»Wollwcbern eine zahlreiche Versammlung von Bürgern und Landlcutcn stattgefunden habe, in der a»Eides statt beschlossen worden sei, sich nie von einander zu trennen und unentwegt auf der Mitthciluttgder Documcnte zu beharren. Diesem Schreiben ist eine schriftliche Relation über die Versammlung be»gefügt, welche zwar nichts von einer Verbindung an Eides statt wissen will, auch die Harmonie zwischender Bürgerschaft nnd dem Landvolk in Zweifel setzt.) i». Neunzehnte Sitzung, 11. Juni. Müline»,Namens der illörtischen Gesandten, zeigt an, vier Commissen aus der Bürgerschaft und eben so viel»Ausgegossene der alten Landschaft hätten bei einem Privatbcsuche erklärt, man könne sich nicht entschließen,von der begehrten Vorweisung und abschriftlichcn Mittheilung der Titel, namentlich der Verordnungenvon 1404 und 1553, abzustehen, auch habe die fragliche Abordnung das Memorial der Versammlung beiden Wollwcbern vorgelegt, in welchem sich indcß eine sehr freche Gesinnung kund gebe. Zugleich wärebei den Ausgegossenen nicht undeutlich die Absicht an den Tag getreten, die um Rath angesprochene»lli Stände bei Seite setzen und die gemcineidgcnössische Gewährleistung anrufen zu wollen. Die Session