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Wünsche und Hoffnungen eines Rheinländers
Entstehung
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uneigennütziger wie dieFranzosen; weniger armweil er nicht diese Gier nach Genufs hat. OhneReligionsspott, weil die Freyheit des Denkensseit Luther, bey ihm gesetzmäfsig ist.

Und endlich findet diese grose Zeit das Volkund das Heer in seinen schönsten Siegen, inseinen fröhlichsten Tagen. Widergebohren inallen seinen Theilen, ohne innere Parteienund ohne Gegenwirkung, und an seiner Spit-ze einen Fürsten , von dem das Volk unbe-dingt glaubt, dafs es ihm unmöglich sey, ei-ne Unwahrheit zu sagen. Sogar die Franzosenmeinen, dafs dieses allein, schon die LageDeutschlands ganz anders mache.

Aenderen wir in der französischen Revolu-tion blos den Umstand, dafs das Volk Ludwigden XVI. nicht im Verdacht gehabt, dafs eres anders meine, und dafs er heimlich einenRevers ausgestellt, in welchem er gegen allesprotestirte, was er öffentlich gegen die Rechteder Royaute thun muste, so war der Gang derRevolution anders; so gelang es der Anarchienicht, eine Zeitlang durch den Schrecken zuherrschen, und so gelang es Bonaparten nicht,sich des Ganzen zu bemeistern.

Die Völker fallen nur dann in die Anarchie,wenn sie sich betrogen glauben, sie kommennie dahin, so lange sie einem andern vertrauen,der für sie denkt und regiert. Kur dann fangen