Druckschrift 
Das bergisch-märkische Eisenbahn-Unternehmen in seiner Entwickelung während der ersten 25 Jahre des Betriebes
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

ihm gegebenen Vollmacht wieder abzufordern. Zur Gewinnung eines Urtheils über dieFrage der Nützlichkeit der Starts-Verwaltung, sowie der Zweckmässigkeit einerdurchgreifende]] Aenderung in den Verhältnissen zwischen Staat und Gesellschaftwird es geeignet sein, in den Ergebnissen des bisherigen Betriebes zugleich die Leistungender bestehenden Verwaltung anschaulich zu machen. Indem wir eine Zusammenstellungdieser Ergebnisse hiermit darbieten, geben wir zugleich die Geschichte einer dergrösseren deutschen Eisenbahn-Unternehmungen, welche für eine künftige historischeDarstellung der Entwickelung der deutschen Eisenbahnen nicht ohne Tnteresso" seindürfte; als Aktenstücke, die für die an dem Unternehmen Betheiligten Worth haben,fügen wir die Beschlüsse der General-Versammlungen bei, welche die wesentlichstenPlmsen in der Entwickelung des Unternehmens bezeichnen; ferner eine chronologischeZusammenstellung der bezüglichen Statuten, Statut-Nachträge und Anleihe-Privilegien,welche ihrem rollen Inhalte nach in einer besonderen Sammlung zusammengetragensind. Wir begleiten jene Uebersicht und die. erwähnten Actenstücke mit einigenergänzenden Bemerkungen und zugleich mit einer geographischen Darstellung derräumlichen Gestaltung des Unternehmens.

Bereits im Jahre 1826 wurden über Anlage einer Eisenbahn midiP a I in e r'scher Construction aus dem Kohlenrevier in's Wupperthal Berathnngengepflogen und eine Gesellschaft für dieses Unternehmen gebildet; der Ausführungkonnte indessen nicht näher getreten werden, da man sich mit dem KöniglichenMinisterium wegen der Bedingungen nicht zu einigen vermochte.

Im Jahn! 1882 bildeten sich demnächst sowohl für Elberfeld und Barmenals auch in Westfalen Comites, um die Anlage einer Eisenbahn von Düsseldorf nachBünden in Berathung zu nehmen. Auf Betrieb des Elberfeld-Barmer Comites wurdedie Bahnstrecke von Vohwinkel bis Gevelsberg genau aufgenommen, während dieVermessungen für die Strecke von Gevelsberg bis Lippstadt auf Veranlassung derWestfälischen Comites ausgeführt wurden; die Strecke von Gevelsberg bis Mindenwar schon früher auf Kostendes Staates vermessen. Die sätnmtlichen Vermessungs-Arbeiten