c. 7, ed. Fracassetti, Florentiae, 1859f., II 30 erzählt: Feuer, Wind, Wasser und Arg-wohn reisen miteinander; an dem Kreuzweg, wo sie sich trennen, angelangt, wollensie einander Zeichen angeben, um sich wieder zusammenfinden zu können. DasFeuer sagt: .Mich suchet, wo ihr Rauch sehet", der Wind: .Ich bin, wo Laub, Halmeoder Staub in Bewegung sind", das Wasser: „Wo ihr Schilf sehet, bin ich nicht weitdavon", und schließlich der Argwohn: .Mich zu finden ist leicht; ihr seid stets inBewegung, ich aber rühre mich nicht: ubi semel ingredior, ibi habito." Älter scheintdie noch nicht aufgefundene Quelle der 19. des Hundred Mery Talys zu sein (37),wo es sich um alle vier Elemente handelt, von denen das Feuer in einem Kieseloder in einem Frauenherzen wohnt. Auf einer ähnlichen Fabel beruht auch die Ver-teidigung des gewaltigen Fressers in Straparolas Piacevoli notti, n. 11, f. 3 (Wind,Wasser, Scham; die Scham findet nirgends eine Statt, und so stürzt sie sich insMeer), weiter die Fabel Gaspare Qozzis // Fuoco, l'Acqua e l'Onore (Feuer undWasser sprechen ähnlich wie bei Petrarca, während die Ehre sagt, sie sei, einmalverloren, nimmer zu finden), der, was den Schluß anlangt, sehr ähnlich ist die Fas-sung Websters in der Tragedy of the Dutchesse of Malfy, a. 3, sc. 2 (II 210), unddie n° 274 der Fiabe, novelle e raeconti popolari siciliani, racc. da Gius. Pitr6, Pa-lermo, 1875f„ IV174f.(176 ist Gozzis mit ihr übereinstimmende Fassung abgedruckt,414f. auf eine Variante zu dieser verwiesen). Vgl.auch die Nachweisungen Joh.Bolteszu Pauli, n°4 und Lehmann, Florilegium 717f.
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Ha Monsignore Oentile Vescovo a" Arezzo un cavallo, chiamato il Fan-gotto, molto bello e grasso, il quäle, essendo a questi dl a Cafaggiuolo,veduta una cavalla, cominciö a imperversare et a nitlre, c tanto fe'chesforzö ilfamiglioche lo riteneva,efuggissi. Aspettava ogn'uno ch'il cavalloandasse a fare la festa con la druda; ma egli, tratte parecchie coppie dicalci, correndo, si pose a pascere nel mezzo del prato come un pecorino.Parve novella da potersi ridurre in proverbio.
Z. 5: parecchie cappie di calci AAa.
Monsignor Gentile, Bischof von Arezzo, hat einen schönen, feisten Hengst,der heißt Fangotto. Der hat dieser Tage in Cafaggiuolo eine Stute ersehen,und da begann er zu bocken und zu wiehern, und der Knecht, der ihnhielt, mußte ihn loslassen und sich in Sicherheit bringen. Jedermann hätteerwartet, nun werde sich der Hengst an seine Holde machen, er aber lief,nachdem er etliche Male ausgeschlagen hatte, mitten auf die Wiese undbegann zu weiden gleich als ein Lämmchen. Scheint eine Geschichte, dieauf ein Sprichwort gebracht werden könnte.(Fn°17).
Über Gentile Becchi aus Urbino, den von Cosmo zum Erzieher Lorenzos bestelltenGeistlichen, Mitbegründer der platonischen Akademie, Freund von Jacopo Ammanati,Philelphus, Marsilius Ficinus, aber auch der Päpste Pius IL, Paul IL und Sixtus IV.,der seit 1473 neben fünf andern Pfründen in Florenz und Pisa auch das Bistum von
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