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Angelo Polizianos Tagebuch (1477 - 1479) : mit vierhundert Schwänken und Schnurren aus den Tagen Lorenzos des Großmächtigen und seiner Vorfahren
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395fG./J In uso di proverbio & il detto del Duca di Milano Galeazzo Mariadi un ragazzo nero e brutto, il quäle disse maravigliarsi, perchd il padronelo tenesse, se non havesse giä qualche virtü segreta.

Sprichwörtlich ist der Ausspruch des mailändischen Herzogs GaleazzoMaria über einen schwarzen, häßlichen Burschen; er sagte nämlich, seinHerr würde ihn nicht behalten, wenn er nicht einen oder den andern ge-heimen Vorzug hätte.Ab 269.

[42 a ] Adagio, disse il Fibbia.

Gemach," sagte Fibbia.

Eine Erklärung bietet eine längere Ausführung der Redensart bei Pescetti 75b: Comedisse il Fibbia: Adagio, che questa festa non s'ha a far senza me, Nur langsam!ohne mich kann das Fest nicht vor sich gehen. Und die Erläuterung lautet: Andavasia'impiccare, e dicevalo al popolo che correva innanzi a pigliar il luogo per vedere.Er ging zur Hinrichtung, und das sagte er dem Volke, das vorauslief, um einen Platzzum Sehen zu bekommen. Auf dieser Stelle beruhen Monosini 418, Serdonati, 1 267bund Lena 136; ohne den Namen Fibbia bei Serdonati, I 267» und IV 61». Zu demSchwankstoffe vgl. meine Noten zu Bebel, II n° 97 und die Boltes zu Pauli n° 815,weiter Sagredo 297 und DuFail, II 178. Nichts mit dieser Redensart hat jene andereAdagio (disse) Biagio zu tun, zu der man außer dem Wörterbuch der Crusca 5 , 1 187(dort zitiert Lippi, Malmantile c. 10, st. 21) vergleiche Doni,Lettere244, Pescetti 106 ",Serdonati, I lb, 13 <», Lena 16, Pauli, Modi 264, n° 157 und Passarini 489, n° 1022.

Rodersi il basto, come gl'asini da Montereggio.

Roderei 11 basto AAa.

Einander den Sattel benagen wie die Esel von Montereggio.

Die älteste Verwendung der Redensart, allerdings ohne den Vergleich, findet sichbei Polizians Freund Pulci in einem an Matteo Franco gerichteten Streitsonett (Franco20, sonetto20):

Usauza e con sonetti e con provviso

DI rodersi un po' e bastl e dir buon glocchl,

Ma non toccar pin . . .,

woraus hervorgeht, daß der Sinn ursprünglich nicht so sehr Obelnachreden oderVerleumden, sondern Sticheln gewesen ist, während schon Varchi, Ercolano4S dieschärfere Auslegung (Di chi dice male d'uno il quäle abbia detto male di lui) ver-tritt; diese hat sich dann auch die Crusca 5 , II92f. zu eigen gemacht, die sie außer-dem noch durch den v. 8 des Capitolo sopra il forno von Giovanni della Casabelegt (Opere burlesche, 1 136). Lena 553 übersetzt Rodersi il basto Tun l'altro mitAlter alteri obtreetat, ebenso dem Sinne nach Serdonati, II 158b und IV 78«. Die Eselvon Montereggio werden nirgends sonst erwähnt als bei Polizian; einen Ersatz fürsie hat aber Serdonati, II 197b, der die Redensart Far come gli asini di Montaioneche si rodono il basto Tun l'altro folgendermaßen erklärt: Usasi, quando aleunidicono male 1'un dell'altro; Montaione 6 luogo sterilissimo di Toscana.

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