Franceschi 172 = Mazzei, I270n. Mit Polizians Fassung identisch ist Pescetti 183»= Monosini 382 = Bolla B 3 « (= Serdonati, 1 135b) = Lena 82 = Qiusti 161 = Oianin° 821 = Franceschi 172. Vgl. Wander, II, vo. Krieg n° 203 und 210.
385
Quando Lorenzo de' Media vuol significarc che qualcuno si sa ben dichia-rare, dice: E'distende bene le cetere. Ancora, volendo significare una cosahaver del peregrino e leggiadro, suol dire che quella tat cosa trebbianeggia;altri dicono: Ell'ha del cotognino.
Z. 3: haver: 11 peregrino AAa.
Wenn Lorenzo de' Medici zu verstehen geben will, daß sich einer gut aus-zudrücken weiß, sagte er, er setze die Cetera gut auseinander. Will er zuverstehen geben, ein Ding habe etwas Fremdartiges und Reizendes, sopflegt er zu sagen, es erinnere an Trebbianer; andere sagen: „Eshat etwasQuittenartiges."
Zu dem ersten Lieblingsworte Lorenzos ist zu vergleichen ein Vers in Pulcis Mor-gante(c.24, st. 21):
Non so come le cetere or (listende,
weiter ebendort c. 24, st. 176.
386
Tu sei piü tondo che i o di Giotto.Du bist runder als Giottos O.
Vasari erzählt (1621): Papst Benedikt IX., der die Peterskirche mit einigen Bildernschmücken wollte, schickte einen Höfling nach Florenz, um sich von den FähigkeitenGiottos zu überzeugen. Vor diesem zog nun Giotto auf einem Blatte mit einem Pinseleinen vollkommenen Kreis, und das Blatt gab er ihm als Zeichen seines Könnensfür den Papst mit. „Als dann später die Geschichte bekannt wurde, entstand dasheute noch für grobschrötige Leute gebrauchte Sprichwort: Tu sei piü tondo chel'O di Giotto. Dieses Sprichwort kann nicht nur wegen des Anlasses seiner Ent-stehung schön genannt werden, sondern auch wegen seiner Bedeutung, die in demDoppelsinn liegt, den das Wort tondo in Toskana hat, da man damit nicht nur die voll-kommene Rundheit, sondern auch Langsamkeit und Grobheit des Geistes ausdrückt.*Baldinucci, der auch das Geschichtchen erwähnt (Notizie deiprofessori del disegno,Firenze, 1845f., 1 110), und nach ihm andere haben festgestellt, daß es sich nichtum Benedikt IX., sondern um BonifazVIII. handeln könnte. Menage n°ll, der,ebenso wie Pauli, Modi 215f. Vasari ausschreibt, fügt bei, er erinnere sich, in Pariseinen Benediktinermönch, namens Edelin, gesehen zu haben, der mit der Feder nichtnur einen vollkommenen Kreis zog, sondern auch, ebenso ohne Zirkel, den Mittel-punkt einsetzte.
Die erste literarische Erwähnung von Giottos O — wir werden den Buchstaben Onoch in einem andern Falle in der Bedeutung des Kreisrunden verwendet sehen —
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