[39 '7 Zara a chi tocca!Weh dem, den es betrifft!
Die anscheinend älteste Erwähnung dieser sprichwörtlichen Redensart, die, ebensowie die von Croce, Selva 17 angeführte Egli a fato zara, von der mit drei Würfelngespielten Zara herrührt(Scartazzini 2186 f.; Alex. Masseron, Les „F.xemples" d'unermite siennois, Paris, 1924 133—139) findet sich bei Sercambi, Croniche, 11218und III 231, dann im Morgante maggiore, c. 18, st. 138, in Polizians Serenata ov-■oero lettera in istrambotti v. 94 (Stanze 1863 201,1912 524), in einem Sonett Pi-stoias(21), im Pataffio 183, bei Giovio, Lettere26» und 105«, bei A. Caro, Lettere.II 140 und bei Allegri, II C 4 ». Pescetti 68t erklärt sie A chi tocca, suo danno; vgl.Serdonati, IV 278« und Lena 665. Zu Unrecht angeführt ist sie bei Wander, IV, vo.Wagen n° 38.
Chi ben siede, mal pensa.
Wohlleben bringt schlechte Gedanken.
Vgl. Pulci, Morgante c. 24, st. 9: Proverbio h, chi ben siede, al fin mal pensa; Bel-lincioni, 1876 137f.: Colui che pensa mal quando ben siede Si dice, che ogni malpoi gli sta bene; Doni, Filosofia 22« (s. auch 48b) und Mondi 74 wie Polizian;ebenso auch Guicciardini 111, wo das Sprichwort unter den Sentenzen Arlottos (s.oben die Noten zu n°286) aufgeführt wird; danach lateinisch bei Ens \A2 = Demo-critus ridens 106: Qui bene sedet male cogitat, deutsch bei Federmann 107: Wersitzet wol und glücklich stat, Er allzeit böß gedancken hat, bei Ens 347: Wer wol sitzet,und glücklich geht, Allzeit in böß gedanken steht. Dieselbe Fassung bei Buonag-giunti 12 (Gotti 19), Florio, I 28« (mit Übersetzung: Who sitteth wel, thinketh yl),Tuninghen, it. 6, Florio, II 208 und 223, Monosini 286 f., Croce, Selva 10, Scrdonati,I 16b (zur Begründung des Sprichworts Agio e disagio fa la donna impudica, dasaus Florio, II 195 übernommen ist; vgl. Guazzo, Conversatione 335), 1 136 a (mitder Erklärung: Dallo stare sul grasso nasce spesso negli huomini la superbla, e fero-citä, e mali pensieri che son cagione di molti mali...), III 4b, III 298 b (zur Begrün-dung des Sprichworts Ogni cosa si sa comportare eccetto che'l buon tempo 1 ; eben-so Giusti 132), Floriato 40, Lena 82; vgl. Wander, IV, vo. Sitzen n°51, V, vo. Wohl-leben (Subst.) n°5. M. A. Buonarotti der Jüngere, der das Sprichwort in der ge-wöhnlichen Form verwendet (248: Chi ben siede, si dice che mal pensa), dreht esan anderer Stelle (275) um: Ben pensa, dirö io, quel che mal siede.
E pesci grossi escon d'ogni rete.
Die großen Fische befreien sich aus jedem Netz.
Vgl. Marchionne di Coppo, Istoriafiorentina, 1. IX, rubbr. 684 (De//z/e,XIV33,Mura-
1 Diese italienische Sentenz ist eine nicht uninteressante Parallele zu dem bekann-ten Spruche Goethes Alles in der Welt läßt sich ertragen, Nur nicht eine Reihe vonschönen Tagen; vgl. außer der beim Büchmann 171 angegebenen Literatur noch M.Luther, XII 226, XIV 149, XV 736, XVII 321, XIX372, XXVIII 642, XLIII52, XLIV689;Luthers Tischreden, 1 504, II 86, 87 und 522; Wander, I, vo. Erleiden n° 2, vo. Beinn°22, dazu Peter Glaser, Gesind Teuffei im Theatrum Diabolorum(\. Ausg. 1569)Franckfurt, 1587,1200«.
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