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Angelo Polizianos Tagebuch (1477 - 1479) : mit vierhundert Schwänken und Schnurren aus den Tagen Lorenzos des Großmächtigen und seiner Vorfahren
Entstehung
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Maestro Francesco Araldo con portico In modello wird er unter den Künstlern ge-nannt, die 1489 Pläne für die Fassade der Kirche von Santa Maria del Flore ein-gereicht haben; zu dieser Konkurrenz waren alle florentinischen und auswärtigenArchitekten eingeladen worden. Für seine Tüchtigkeit spricht weiter, daß GiovanniAldobrandini zu seiner großen Verwunderung hat erfahren müssen, daß ein Entwurffür den Kuppelbau der Kirche von Santa Annunziata, d en er für eine Arbeit desHerolds gehalten hatte, von Leon Battista degli Alberti stammte (Carteggio, 1 226f.).Mit seinem Schwiegersohn war er auch unter den dreißig (nicht achtundzwanzig)Sachverständigen, die über den zu der Aufstellung von Michelangelos David ge-eignetsten Platz zu entscheiden hatten (Carteggio, II 456).Am 18. April 1464 hat Crlstoforo Landino bei Lorenzo de'Medici brieflich Für-bitte für den Herold des Palastes eingelegt, der seines Postens enthoben wordenwar, weil er, obwohl verheiratet und Vater von drei Töchterchen und obwohl seinealte Mutter bei ihm lebte, zwei Tage lang eine Dirne in seiner Stube gehabt hatte(Della Torre 402f.); dieser Sünder ist natürlich unser Messer Francesco, und da wirnun wissen, daß er, wenngleich ein lockerer Zeisig, was ihm übrigens Lorenzo leichtverziehen haben mag, ansonsten gute Qualitäten hatte, so teilen wir nicht die Ver-wunderung Reumonts (II 110), daß der Herold oder Buffone auch Mitglied derplatonischen Akademie gewesen ist.

98fB 6 b ] II medesimo, havendosi a fare una festa di Santa Catherina diche egli era il giudice, e volendo fare un cherico di buona vista SantaCatherina, del quäle messer Antonio da Cercina era geloso, e non lo volevaconcedere, truovö questo modo, che Messer Antonio predetto fusse lamadredi Santa Catherina, a che facilmente il piovano s'accordö, avvenga chenon vi accadesse nella festa detta madre. Hora indi a piü anni, havendoOaviola parola con detto piovano, gli disse: Voi non mi conoscete bene;io fui a tal hotta giudice, che voi fuste una vil feminella.

Z. 3: Cerana AAa.

Derselbige hatte ein St. Katharinen-Spiel aufzuführen, und er machte denRichter, und einem hübschen Meßhelfer hatte er die Rolle der heiligen Katha-rina zugeteilt; auf den war aber Messer Antonio von Cercina eifersüchtigund wollte es nicht zugeben. Da verfiel Gaviole auf das Auskunftsmittel, daßMesser Antonio die Mutter der heiligen Katharina darstellen sollte, und daswar dieser gern zufrieden, obwohl die Mutter in dem Spiel gar nichts zu tunhatte. Von nun an sagte Gaviole jahrelang zu dem besagten Pfarrer, wenner eine Auseinandersetzung mit ihm hatte: „Ihr kennt mich nicht recht;ich war Richter, als Ihr ein gewöhnliches Weibsbild wart."Abl09(Fn<>217).

Messer Antonio Picchini, Pfarrer von S. Andrea in Cercina, Domherr, Dottore inDecreti, Lettere e sacri Canoni, Lektor an dem florentinischen Studio, wo er zumersten Male im Oktober 1451 erwähnt wird, bekleidete viele Würden: unter anderm

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