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Angelo Polizianos Tagebuch (1477 - 1479) : mit vierhundert Schwänken und Schnurren aus den Tagen Lorenzos des Großmächtigen und seiner Vorfahren
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ch'io vedeva portare sü quelle catene con che si legavano gli archltravi,rispose: Oh, non ve ne maravigliate, che ognl pazzo lo ja, quando vedele catene.

Gaviole, der Zimmermann und Baumeister, tadelte, ich weiß nicht, wasfür eine Zeichnung Messer Francescos, des Narren, und dieser, der dabeiwar, sagte: „Ihr versteht nichts davon und seid nur ein guter Zimmermann;habt Ihr doch da oben im Palaste den schönsten Firlefanz gemacht, sodaß ich, sooft ich diese Ketten, womit die Simsbalken befestigt wurden,hinauftragen sah, einen Schauder bekam." Gaviole antwortete: „DabrauchtIhr euch nicht zu verwundern; jedem Narren geht es so, wenn er dieKetten sieht."

Ab 106f. (Fn°212). Doni, Zucca 34b (Namen geändert und verballhornt).Etwas anders erzählt die Geschichte Angello (n°23): Giovanni von Gaviole, derflorentinische Baumeister, hatte zur Wiederherstellung und Herrichtung des Palastesder Signoria In Florenz einen Plan mit vielen Bändern und Ketten gemacht. Alsdiesen Plan Messer Francesco sah, der Herold des Palastes, nämlich der Signoriavon Florenz, äußert er sich, um besagten Giovanni zu hänseln, sehr abfälligdarüber, und unter andern Ausstellungen, die er machte, sagte er: „So viel Bänderund Ketten ängstigen mich." Auf der Stelle sagte Giovanni: „Verwundere dichnicht; allen Narren geht es so."

Die kärglichen Notizen, die über Giovanni (dl Domenico) da Gaviole bekanntsind, findet man Carteggio, 1 167—174; dort ist u. a. ein vom 1. Mai 1457 datierter,an Giovanni de' Medici gerichteter Brief des Architekten abgedruckt, ferner dessenTestament vom 21. Juli 1479 mit zwei nachträglichen Kodizillen vom 24. und26. August desselben Jahres.

Seinen Widerpart nennt Polizian Buffone, d. 1. Narr, Angelio aber Araldo; beidesist richtig: es handelt sich um das Amt des Araldo oder Buffone di Palagio oderdella Signoria. Zu den Obliegenheiten des Trägers dieser Würde gehörte es,moralische Lieder zu singen, während die Prloren und der Gonfaloniere bei Tischesaßen, und die für die Republik ruhmreichen Geschehnisse zu besingen, anderer-seits aber auch die gereimten Cartelli d' infamia zu verfassen, die unter die Bilderder als Rebellen erklärten Bürger gesetzt wurden (Ces. Guasti bei Albizzi, 111 669mit Ausscheidung der von F. Novati im Glorn. stör. d. lett. ital., XIX 70 festge-stellten Unrichtigkeiten). Dieses Amt bestand von 1350 bis zu dem Ende der floren-tinischen Freiheit; der letzte Herold ist 1539 gestorben (Flamini 193).Von 1457 an bekleidete die Buffone-Würde Francecso Di Lorenzo Filarete(geb. 1417, gest. nach 1505); 1500 wurde ihm sein Schwiegersohn als zweiter Araldobeigegeben, und dieser wurde auch sein Nachfolger. Messer Francesco muß sichglänzend auf die Repräsentation verstanden haben; im Auftrage der Signoria ver-faßte er ein Zeremoniale, und als Herzog Ercole von Ferrara zum Generalissimusder Florentiner gewählt worden war, durfte er Ihm den Kommandostab überreichen.Die obligatorische Dichtkunst übte er sicher ebensogut wie seine Vorgänger; er-halten ist von ihm unter andern ein Gedicht In Terzinen Della rinnovazionedella llbertä, verfaßt nach der am 12. Dezember 1494 erfolgten Staatsreform (Flamini201, 207). Aber auch als Architekt kann er nicht unbedeutend gewesen sein. Ais

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