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Angelo Polizianos Tagebuch (1477 - 1479) : mit vierhundert Schwänken und Schnurren aus den Tagen Lorenzos des Großmächtigen und seiner Vorfahren
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90Un altro, havendo rappezzato un mantel bigio con una toppa di pannorosato fino, essendone ripreso e dileggiato, disse: Cosi fasse egli altrove!Ein anderer, den man tadelte und auslachte, weil er einen grauen Mantelmit einem Stücke feinen, rosenfarbigen Tuchs geflickt hatte, sagte: „Wäreer nur auch sonst so!"Ab 105; Bn«143.

Diese Geschichte erzählt schon Sacchettl (Nov. 50), und bei ihm ist der Held derschon in einer Novelle des Dekamerons auftretende Possenreißer Ribi; aufSacchetti geht zurück die sprichwörtliche Wendung bei Pescetti 73 b : Come disseil Ribbi: Cosi fosse 1'avvanzo (=Lena 137).

Rosenfarbenes Tuch (panno rosato) trugen nur die vornehmen Bürger von Florenz;vgl. Burchiello 226, weiter Bisticci, III 57 (Cosmo schenkt Donatello einenmantello rosato) und Cosmos Aussprüche bei Machiavelll 312: come due cannedi panno rosato facevano un uomo da bene = Ouicciardini, 53 = Fabronius,Cosmi vita, II 249) und in Castigliones Cortegiano, 1. II, c. 78 (zu einem, der nichtweiß, wie er sich in einem Amte benehmen soll): Vesti di rosato, e parla poco.

91Messer Andrea Priore di Lucardo, vedendo ridere uno, disse: E'pareun barile che si voti.

Messer Andrea, der Prior von Lucardo, sagte, als er einen lachen sah:„Er sieht aus wie ein Faß, das geleert wird."

92Erano due che facevano a dire miracoli, e dicendo V uno che havea ve-duto un cavolo in un paese che vi stavan sotto mille Cinquecento huo-mini a cavallo, disse V altro: Et io vidi in un paese una caldaia che lafabricavano cento mastri, et era si grande che V uno non sentiva V altro,tant' erano discosto. E dicendogli il primo: Che diavol volevan fare dicotesta caldaia?, rispose: Cocer cotesto cavolo.

Zweie erzählten Wundergeschichten, und der eine sagte, er habe in einemLande einen Kohlkopf gesehen, unter dem fünfzehnhundert Männer hochzu Rosse Platz gehabt hätten, und der andere sagte: „Und ich habe ineinem Lande einen Kessel gesehen, an dem arbeiteten hundert Meister,und er war so groß, daß einer den andern nicht hörte; so weit waren sieauseinander." Als dann der erste fragte: „Was Teufel wollte man mitdiesem Kessel?", antwortete er: „Jenen Kohlkopf kochen."Ab59(=Zabata 20); C 9t>. Zucca 209»; Tuninghen, it. 21 f.Den Nachweisungen über die Verbreitung dieses Schwankes — er tritt hier inseiner bis jetzt nachweisbar ältesten Fassung auf — bei C. Müller-Fraureuth, Die

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